WM heute: Was für ein Fußball-Krimi in Seattle: Belgien hat im WM-Sechzehntelfinale gegen den Senegal ein irres Comeback hingelegt und sich nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 nach Verlängerung durchgesetzt. Den Schlusspunkt setzte Youri Tielemans per Foulelfmeter – in der 120. Minute. Die „Roten Teufel“ bewiesen einmal mehr Nervenstärke.
Belgien gegen Senegal: Wildes Comeback in der Verlängerung
Lange sah es düster aus für die Belgier. Bis zur 86. Minute lagen die Roten Teufel im Duell mit dem Senegal mit 0:2 zurück und standen mit dem Rücken zur Wand. Dann aber drehte die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia mächtig auf.
Erst verkürzte der eingewechselte Romelu Lukaku (86.), ehe Tielemans nur drei Minuten später den umjubelten Ausgleich erzielte und die Verlängerung erzwang. Dort fiel die Entscheidung denkbar spät: In der 120. Minute verwandelte Tielemans einen viel diskutierten Foulelfmeter zum 3:2 – laut der belgischen Zeitung Nieuwsblad das späteste Tor der WM-Geschichte.
Lukakus markige Worte nach dem Kraftakt
Entsprechend aufgewühlt fielen die Reaktionen aus. „Wir haben Kampfgeist gezeigt, wir hatten wirklich Eier, die braucht man für so ein Spiel“, sagte ein sichtlich emotionaler Lukaku nach dem Abpfiff, wie sport1.de berichtet. Mit einem Augenzwinkern fügte der Angreifer hinzu, er habe „genug von solchen Spielen“.
Auch Elfmeter-Held Tielemans gewährte Einblicke in sein Seelenleben. „Ich war mit dem Spiel völlig fertig. In diesem Moment musste ich tief durchatmen und an meine Fähigkeiten glauben“, schilderte der Profi von Aston Villa den Moment vor seinem entscheidenden Schuss. Nervenstärke, die belohnt wurde.
Belgien im Achtelfinale: Erinnerungen an 2018 werden wach
Für Coach Garcia lag der Schlüssel zum Erfolg auf der Bank. „Die Stärke der Mannschaft liegt auch in den Spielern, die von der Bank kommen. Man kann mit nur elf Spielern keine Erfolge holen“, lobte er seine Einwechselspieler, wie laola1.at meldet. Das Comeback weckte Erinnerungen an 2018, als Belgien im Achtelfinale einen 0:2-Rückstand gegen Japan drehte und am Ende WM-Dritter wurde.
Bitter verlief der Abend dagegen für den Senegal. „Wir sind draußen – das tut weh“, haderte Teamchef Pape Thiaw. Man habe den Zwei-Tore-Vorsprung leider nicht über die Zeit gebracht. Für Belgien geht die Reise dagegen weiter: Im Achtelfinale wartet am 7. Juli erneut in Seattle Co-Gastgeber USA. Gelingt den Roten Teufeln der nächste Coup?
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