Paukenschlag nach dem WM-Aus? Wie Sport1 und Bild übereinstimmend berichten, sagt der Deutsche Fußball-Bund die Abschluss-Pressekonferenz von Bundestrainer Julian Nagelsmann kurzfristig ab. Eigentlich war der Auftritt für 19 Uhr deutscher Zeit im DFB-Teamquartier in Winston-Salem fest eingeplant – nun wird es keinen öffentlichen Auftritt mehr geben.
DFB-Verantwortliche debattierten nach WM-Aus wohl bis tief in die Nacht
Laut den Berichten haben die DFB-Verantwortlichen nach dem bitteren Aus gegen Paraguay im Sechzehntelfinale noch bis tief in die Nacht über das weitere Prozedere beraten. Die finale Entscheidung fest: keine Abschluss-PK mehr. Die kurzfristige Absage sorgt unter Fans und Beobachtern bereits für reichlich Spekulationen bezüglich der Zukunft von Bundestrainer Nagelsmann.
DFB-Trainer Nagelsmann will weitermachen – Völler mit vorsichtiger Rückendeckung
Direkt nach dem Ausscheiden hatte Nagelsmann selbst betont, dass er sein Amt weiterhin ausüben wolle. Sein Vertrag läuft noch bis 2028. DFB-Sportdirektor Rudi Völler betonte: „Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, um weiterzumachen“, schränkte aber gleichzeitig ein, dass die Entscheidung nicht allein bei ihm liege: „Ich bin nicht der DFB alleine, ich habe das nicht alleine zu entscheiden.“ Die abgesagte Pressekonferenz dürfte die Debatte um Nagelsmanns Zukunft nun zusätzlich befeuern.
Sportlich war das Ausscheiden gegen Paraguay eine herbe Enttäuschung auf ganzer Linie. Die DFB-Elf tat sich gegen den tief stehenden Außenseiter über weite Strecken extrem schwer, fand offensiv kaum Mittel gegen die kompakte Defensive der Südamerikaner und musste sich nach einem zähen 1:1 letztlich im Elfmeterschießen geschlagen geben. Drei verschossene Versuche vom Punkt – Havertz, Woltemade und Tah – besiegelten das frühe Aus. Angesichts dieser Vorstellung verwundert es kaum, dass die Diskussion um Nagelsmanns Zukunft nun mit voller Wucht entbrannt ist.
