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WM-News: Matthäus begründet das DFB-Aus – „Zu viel Unruhe“

DFB-News zur WM heute: Nach dem bitteren WM-Aus gegen Paraguay sucht Lothar Matthäus die Ursachen abseits des Platzes – und hat einen klaren Schuldigen ausgemacht: die Familienpräsenz im DFB-Umfeld. Der Rekordnationalspieler sieht darin einen echten Unruheherd. „Im Endeffekt gab es doch viel Unruhe“, urteilt Matthäus. Auch über die Zukunft von Julian Nagelsmann findet er deutliche Worte.

Matthäus kritisiert nach dem DFB-Aus die Familienpräsenz

Für den 65-Jährigen lag der Fokus bei diesem Turnier nicht dort, wo er hätte liegen müssen. „Frauen, Familien, alles war dabei. Viele Schlagzeilen“, monierte Matthäus in der Bild-Sendung „Lothar legt los“. Er verstehe nicht, warum von Anfang an die kompletten Familien hätten dabei sein müssen.

Besonders die ungleichen Reiseregelungen sorgten aus seiner Sicht für Missgunst. Mal habe die Mutter mitfliegen dürfen, mal die Frau samt Kindern, während andere auf die Linienmaschine ausweichen mussten. Sein Vorschlag: Die Angehörigen könnten „im Viertelfinale einfliegen, wenn die Mannschaft was geleistet hat“.

Matthäus deutet Zoff an – und zieht die Parallele zu 1994

Hinter den Kulissen habe es laut Matthäus durchaus gebrodelt. Reisemöglichkeiten und Hotelbuchungen seien ein internes Thema gewesen. „Es ist nie in den Medien erschienen, aber ich weiß, dass es ein Thema war“, behauptete der frühere Kapitän – eine Andeutung, die er allerdings nicht mit Belegen untermauerte.

Erinnerungen wurden bei ihm an die WM 1994 wach. Damals schied Deutschland als Titelverteidiger in den USA im Viertelfinale mit 1:2 gegen Bulgarien aus – begleitet von reichlich Schlagzeilen rund um die Spielerfamilien. Es habe „viele Themen gegeben, die vielleicht wichtiger waren als das auf dem Fußballplatz“, zog Matthäus die Parallele.

Matthäus und die Nagelsmann-Frage: „Fehlt die Fantasie“

Auch die Zukunft des Bundestrainers stellt der Rekordnationalspieler massiv infrage. „Im jetzigen Moment“ fehle ihm „die Fantasie“, wie es mit Nagelsmann weitergehen könne, sagte Matthäus. Eine deutliche Ansage nach dem enttäuschenden Turnierverlauf.

Für ihn ist die Konsequenz klar: Deutschland müsse „mit einem neuen Trainer weitermachen“, befand Matthäus – „das war einfach zu viel“. Damit reiht sich der 65-Jährige in eine wachsende Riege von Kritikern ein, die nach dem WM-Aus die Trainerfrage aufwerfen. Es ist klar Matthäus‘ persönliche Einschätzung, die die ohnehin hitzige Debatte um die deutsche Nationalmannschaft weiter anheizen dürfte.

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