HSV News beim Fußball heute: Eigentlich wollte sich Miro Muheim bei der Weltmeisterschaft auf der großen Bühne empfehlen. Stattdessen erlebt der HSV-Verteidiger ein Turnier zum Vergessen – und das könnte ausgerechnet jetzt weitreichende Konsequenzen für seine Zukunft in Hamburg haben.
HSV beobachtet genau: Muheims Turnier gerät zum Desaster
Für seinen WM-Traum war der Linksverteidiger an die Grenzen gegangen: Nach einer Syndesmoseverletzung Mitte April kämpfte er sich rechtzeitig zum Saisonfinale zurück, um bei der Endrunde dabei zu sein. Doch seit seinem Debüt läuft kaum etwas nach Plan. Beim 1:1 zum Auftakt gegen Außenseiter Katar wurde Muheim spät eingewechselt und verursachte in der Nachspielzeit per Eigentor den Ausgleich.
Es kam noch dicker: Kapitän Granit Xhaka kritisierte anschließend ohne Namensnennung die Disziplin einiger Einwechselspieler, in den sozialen Netzwerken schlug dem 28-Jährigen so viel Kritik entgegen, dass er die Kommentarfunktion auf Instagram einschränkte. Kurz darauf zog er sich im Training eine Wadenverletzung zu, verpasste das zweite Gruppenspiel und absolvierte zuletzt nur individuelle Einheiten.
Hamburger SV: Verlängern oder verkaufen? Das Dilemma um den Schlüsselspieler
Die Hamburger Verantwortlichen verfolgen die Entwicklung in Nordamerika aufmerksam, denn Muheim ist für Sportdirektor Claus Costa ein wichtiges Puzzleteil. Wie der kicker berichtet, läuft sein Vertrag 2027 aus – damit steht eine Grundsatzentscheidung an. In diesem Sommer hätte der Klub letztmals die Chance, eine Ablöse zu erzielen, denn ablösefrei soll der Leistungsträger keinesfalls ziehen gelassen werden.
Die Wertschätzung an der Elbe ist groß, auch wenn der Linksfuß in seiner ersten Bundesliga-Saison im Rückwärtsgang nicht immer überzeugte. Vor allem als Standardschütze besitzt er einen Markt. Doch der ideale Zeitpunkt für eine Marktwertsteigerung wäre diese WM gewesen – ein Vorhaben, das sich nach dem verkorksten Turnierverlauf vorerst zerschlagen hat.
Dünne Personaldecke: Warum der HSV doppelt zittert
Die Hängepartie erschwert Costas Kaderplanung erheblich. Auf den Schienenpositionen verfügt der HSV mit Bakery Jatta rechts und Muheim links über jeweils nur einen gestandenen Profi. Als der Schweizer im Saisonfinale ausfiel, mussten zuletzt William Mikelbrencis und Albert Grønbæk positionsfremd aushelfen.
Damit ergibt sich ein heikles Szenario: Sollte sich Muheim für einen Abschied entscheiden, müsste Hamburg auf der linken Seite womöglich gleich doppelt nachlegen. Zugleich verkompliziert seine laufende WM-Teilnahme etwaige Verhandlungen. Für den HSV bleibt der Schweizer trotz aller Turbulenzen ein Schlüsselspieler – umso spannender wird die Frage, welchen Weg Klub und Profi am Ende einschlagen.
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