Fußball heute: Schwieriger Poker für den HSV: Auf der Suche nach einem neuen Abwehrchef haben die Hamburger einen österreichischen WM-Fahrer ins Visier genommen. Doch ein finanzstarker Premier-League-Klub macht den Rothosen einen Strich durch die Rechnung. Verliert der HSV den Wettlauf um Michael Svoboda?
HSV sucht Vuskovic-Nachfolger – Svoboda im Fokus
Nach der Rückkehr von Luka Vuskovic zu Tottenham herrscht im HSV-Abwehrzentrum dringender Bedarf. Mehrere Kandidaten stehen auf der Liste, einer davon ist Michael Svoboda vom FC Venezia – aktuell mit Österreich bei der WM.
Nach Informationen der MOPO gab es in diesem Sommer mehrere Kontaktaufnahmen des HSV in Richtung des Spielers, bei denen auch grundsätzliches Interesse hinterlegt worden sein soll. Der gebürtige Wiener nahm das offenbar wohlwollend auf und erachtet Hamburg als reizvolle Adresse.
HSV-Poker um Svoboda: Brighton grätscht dazwischen
Doch dann mischte sich ein Schwergewicht ein. Wie der italienische Journalist Lorenzo Lepore von Sportitalia vermeldete, steht Svoboda kurz vor einem Wechsel zu Brighton & Hove Albion – dem Klub von Ex-St.-Pauli-Coach Fabian Hürzeler. Auch der HSV und Gladbach seien im Rennen gewesen.
Die Ausgangslage ist heikel für die Hamburger. Trotz des Aufstiegs in die Serie A will Svoboda Venedig verlassen, möglich macht das eine Ausstiegsklausel über fünf Millionen Euro, die ab dem 1. Juli aktiviert werden kann. Hürzeler soll dem Profi bereits zugesichert haben, dass die „Seagulls“ diese Klausel ziehen werden.
HSV chancenlos? Premier-League-Macht als Problem
Der Fall zeigt, wie schwer es der HSV hat, sobald Premier-League-Klubs ins Spiel kommen. Für Brighton sind fünf Millionen Euro ein geradezu läppischer Betrag – für die Hamburger aber wäre es ein Posten, den sie an anderer Stelle dringender brauchen. Insgeheim hatte man im Volkspark gehofft, die Klausel bleibe unberührt und Svoboda sei später günstiger zu haben.
Daraus wird nun wohl nichts. Schon knapp sieben Millionen Euro investierte der HSV in diesem Sommer in Kofi Amoako und Albert Grønbæk, dazu sollen weitere Verpflichtungen folgen. Sich auf einen Millionen-Poker mit der Premier League einzulassen, kommt für Sportdirektor Claus Costa kaum infrage. Svoboda will sich zwar erst nach der WM endgültig entscheiden – der HSV dürfte im Normalfall aber nicht mehr dazugehören.
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