Wochenlang hatte Werder Bremen um Florian Kastenmeier gebuhlt, doch nun ist der Wechsel des Düsseldorfer Torhüters an die Weser geplatzt. Der 28-Jährige wird nicht die erhoffte Nummer zwei der Grün-Weißen. Geschäftsführer Clemens Fritz machte das Scheitern der monatelangen Bemühungen offiziell – und kündigte zugleich an, dass Werder nun umdenken muss.
Werder Bremen: Kastenmeier-Wechsel endgültig geplatzt
Über Wochen hatten Werder und Coach Daniel Thioune auf eine Zusage des ablösefreien Schlussmanns gedrängt, der hinter dem neuen Stammkeeper Karl Hein die Rolle des Ersatzmanns hätte einnehmen sollen. Am Ende fanden beide Seiten jedoch nicht zueinander. „Wir haben nicht zu einer Einigung gefunden. Wir orientieren uns um“, bestätigte Fritz gegenüber der Bild das Scheitern der Gespräche.
Kastenmeier, einer der stärksten Keeper der vergangenen Zweitliga-Saison, hatte sich nach dem überraschenden Fortuna-Abstieg lange Bedenkzeit genommen. Zu Wochenbeginn machte er öffentlich, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Werder wiederum wollte bis Mitte des Monats endlich Klarheit – diese Geduld zahlte sich nicht aus, der Poker endete ohne das gewünschte Ergebnis.
Werder Bremen: Die Torwart-Suche geht weiter
Für die Hanseaten beginnt die Jagd nach einem Ersatztorhüter damit von vorn. Während Hein als unangefochtene Nummer eins feststeht und der erfahrene Markus Kolke wie schon im Vorjahr als dritter Mann eingeplant ist, klafft auf der Position der Nummer zwei weiter eine Lücke.
Als möglicher Kandidat wird unter anderem Kayne van Oevelen gehandelt. Wie ligainsider unter Berufung auf die DeichStube berichtet, steht der 22-Jährige vom FC Volendam auf einer Liste von vier Torhütern. Der Haken: Anders als Kastenmeier wäre der Niederländer nicht ablösefrei zu haben – sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei zwei Millionen Euro, und genau das passt nicht zu Werders Sparkurs auf dieser Position.
Kastenmeier: Wohin führt der Weg nach dem Fortuna-Aus?
Auch für „Kaste“ selbst ist die Zukunft offen. Fest steht nur, dass er Fortuna Düsseldorf nach sieben bewegten Jahren und dem bitteren Absturz in die 3. Liga verlässt. Reizvolle Optionen gibt es durchaus: Zweitligist Hannover 96 wirbt seit Wochen vehement um den Keeper, der dort die unumstrittene Nummer eins wäre. Auch Aufsteiger SC Paderborn wurde mit ihm in Verbindung gebracht.
In Hannover macht man inzwischen sogar Druck. „Herr Kastenmeier hofft immer noch auf einen Erstligaverein – und wir arbeiten weiter“, ließ Aufsichtsratschef Martin Kind gegenüber der DeichStube durchblicken und warnte halb im Scherz: „Zum Schluss hat er vielleicht gar keinen Verein.“ Klar ist: Der Torwart-Poker um einen der begehrtesten Schlussmänner des Sommers ist noch längst nicht entschieden.
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