Fußball heute: Beim 1. FC Köln ist der zweite Transfer der Sommer-Periode offiziell. Wie übereinstimmend berichtet wird, hat der Bundesliga-Aufsteiger die Kaufoption für Jakub Kaminski gezogen und den 23-jährigen Polen fest von Wolfsburg verpflichtet. Die Ablöse beträgt rund 5,5 Millionen Euro, der Vertrag läuft bis 2029. Allerdings enthält das Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel über 20 Millionen Euro – ein Wechsel im Sommer ist alles andere als ausgeschlossen.
1. FC Köln: Kessler-Statement zur Verpflichtung
Wie der Express berichtet, hat Sportchef Thomas Kessler die Festverpflichtung am Mittwoch offiziell vermeldet. „Kuba hat uns bereits in den ersten Gesprächen mit seiner Persönlichkeit beeindruckt. Er ist bodenständig, ehrgeizig und ein absoluter Teamplayer“, erklärte Kessler. „In der vergangenen Saison hat er diese Eigenschaften jeden Tag auf und neben dem Platz unter Beweis gestellt. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir die Kaufoption ziehen möchten.“
Kaminski ist nach Tom Krauß, der für 3,5 Millionen Euro von Mainz 05 zum FC kam, bereits der zweite Leihprofi der vergangenen Saison, den der Bundesliga-Aufsteiger fest unter Vertrag genommen hat. Wie der Express ergänzt, war die Entscheidung intern bereits seit dem Unentschieden auf St. Pauli klar.
Kaminski mit Ausstiegsklausel über 20 Millionen Euro
Pikant am Vertrag ist die Ausstiegsklausel. Wie die Bild berichtet, kann Kaminski für rund 20 Millionen Euro freigekauft werden – dem FC wären in diesem Fall die Hände gebunden. Der Pole hat intern bereits seinen Wechselwunsch hinterlegt und in der Kabine angekündigt, im Sommer den nächsten Schritt gehen zu wollen.
Kaminskis Karriereziel ist klar: „Die Premier League ist mein Traum“, hatte der 23-Jährige laut Bild mehrfach erklärt. In Englands Top-Liga sind flinke Außenspieler hoch gefragt. Wie die Bild einordnet, liegt aktuell allerdings noch keine konkrete Anfrage für Kaminski beim FC vor. Polnische Medien berichten zwar regelmäßig von einem England-Wechsel, eine offizielle Offerte ist aber bislang nicht eingegangen. Das Transferfenster ist bis Ende August offen.
Saison-Bilanz: 7 Tore, 5 Vorlagen, 34 Bundesliga-Einsätze
Sportlich war Kaminski in der vergangenen Saison eine der positiven Überraschungen am Geißbockheim. Wie die Bild dokumentiert, kam der polnische Nationalspieler in allen 34 Bundesliga-Spielen zum Einsatz und steuerte sieben Tore und fünf Vorlagen bei. Damit war er der zweitbeste Scorer der Kölner.
Ungewöhnlich an der Vereinsmitteilung zur Festverpflichtung: Kaminski selbst wird darin nicht zitiert. Wie die Bild einordnet, könnte das ein Indiz dafür sein, dass der Pole bereits konkret an seinen Sommer-Wechsel denkt. Sportchef Kessler kommt zu Wort, der 23-Jährige bleibt stumm – ein für Verein-Verlautbarungen unüblicher Vorgang.
FC kann 15 Millionen Euro Plus machen
Aus FC-Sicht wäre ein Kaminski-Wechsel kein sportliches Drama, sondern ein wirtschaftlicher Coup. Wie der Express ausführt, würden die Kölner ihren zweitbesten Scorer der vergangenen Saison zwar verlieren – gleichzeitig aber ein Transfer-Plus von rund 15 Millionen Euro generieren. Die Differenz zwischen Kaufoption (5,5 Millionen Euro) und Ausstiegsklausel (20 Millionen Euro) entspricht damit einer satten Marge, die der FC sofort reinvestieren könnte.
Auch bei Said El Mala, dem 19-jährigen Top-Talent, gibt es Bewegung. Wie die Bild ergänzt, soll der englische Premier-League-Klub Brentford an einer Verpflichtung interessiert sein. Damit könnten die Kölner gleich zwei Spieler verkaufen, die noch im Mai als wichtige Stützen der Mannschaft galten. Klar ist: Bei Kessler und Trainer René Wagner liegt nun viel Arbeit – sowohl bei der Suche nach Ersatz als auch bei der Kommunikation an die Fans, die zuletzt schon mit dem Wagner-Verbleib unzufrieden waren. Wie der kicker einordnet, würde ein doppelter Star-Abgang im Sommer für noch mehr Unruhe in Köln sorgen.
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