Melsungen vs. Flensburg live: Im Handball-Showdown zwischen der SG Flensburg-Handewitt und der MT Melsungen in der Barclays Arena Hamburg geht es nach 30 Minuten denkbar knapp zu. Beim 14:15-Halbzeitstand zugunsten der Melsunger ist alles offen. Die Hessen können vor allem auf Halblinks-Aufsteller Aaron Mensing setzen, der gleich drei Knaller-Tore versenkt hat. Bei der SG fehlen dagegen die gewohnten Torwart-Glanzparaden.
Mensing-Show und 0:4-Lauf für Melsungen
Vom Anpfiff weg setzt Melsungen die SG früh unter Druck. Bereits in der 4. Minute glich Emil Jakobsen per Siebenmeter zum 1:1 aus – der Auftakt zu einer ausgeglichenen Anfangsphase. Doch dann läuft Melsungens Aaron Mensing heiß und sorgt für eine echte Wende. Der gebürtige Flensburger – pikante Konstellation gegen seinen ehemaligen Heimatklub – versenkt drei Knaller in Folge.
Die SG kassiert einen 0:4-Lauf und liegt nach 13 Minuten mit 4:7 hinten. Wenig später muss zudem Kapitän Johannes Golla auf der Bank behandelt werden – der Flensburger Abwehrchef zieht sich eine Platzwunde am Auge zu und kehrt mit einem Turban-Verband zurück aufs Parkett. Sportlich ein Rückschlag für die SG, die ohne ihren Routinier nicht dieselbe Defensivstabilität zeigt.
SG kämpft sich zurück – Tönnesen mit Anschluss
Trotz des frühen Rückstands kämpft sich die SG zurück. Wie der Spielverlauf zeigt, gleicht das Team von Cheftrainer Nicolej Krickau die Partie wieder weitgehend aus. In der 17. Minute liegt Melsungen mit 9:6 vorne, doch die Hessen treffen anschließend selbst nur sporadisch. Die SG arbeitet sich Schritt für Schritt zurück ans Spielgeschehen.
In der 25. Minute markiert Erik Tönnesen den Anschlusstreffer zum 12:13. Die SG ist wieder voll im Spiel, der Kampf in der Barclays Arena nimmt an Intensität deutlich zu. Sportlich entwickelt sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen – die hohe Intensität und das harte Defensiv-Spiel beider Teams machen die Partie zu einem typischen Top-Duell der Handball-Bundesliga.
Mandic mit Rot – Jakobsen verwandelt Strafwurf
In der 27. Minute folgt die Szene der ersten Halbzeit. Melsungens Linksaußen David Mandic trifft bei einer Abwehraktion den Flensburger Marko Grgic mit der Hand im Gesicht und sieht die Rote Karte. Eine harte, aber konsequente Entscheidung der Schiedsrichter – Mandic muss vorzeitig in die Kabine.
Den fälligen Strafwurf verwandelt Emil Jakobsen sicher zum 13:13-Ausgleich. Bemerkenswert ist Jakobsens Quote: Aus dem Strafraum ist der Flensburger Routinier in dieser Saison so gut wie unfehlbar. Mit dem Treffer drückt der Däne dem Spielverlauf seinen Stempel auf und stellt die SG erstmals in der Partie wieder auf Augenhöhe.
SG-Torhüter ohne Glanz – Melsungen mit knapper Pausenführung
Sportlich problematisch für die Flensburger ist die Torwart-Situation. Wie der Spielverlauf zeigt, sind die Schlussmänner Kevin Buric und Lasse Möller bislang nicht der gewohnte Rückhalt. Zusammen kommen die beiden auf fünf Paraden – eine eher dürftige Quote für ein Bundesliga-Topspiel. Möller wurde zudem in der 17. Minute durch Marko Grgic ersetzt.
Mit dem 14:15-Halbzeitpfiff bleibt das Spiel komplett offen. Die SG geht mit klaren Steigerungsmöglichkeiten in die Kabine: Vorne muss die Offensive konsequenter zur Sache gehen, hinten müssen die Torhüter mehr Stabilität bringen. Melsungen dagegen kann mit dem knappen Vorsprung zufrieden sein – allerdings spielt das Team nun durch die Mandic-Rote-Karte ohne einen wichtigen Spezialisten auf der Linksaußen-Position. Die zweiten 30 Minuten versprechen ein echtes Handball-Spektakel. Klar ist: Beide Teams haben noch eine Halbzeit Zeit, das Spiel zu drehen oder die Vorentscheidung zu erzwingen.