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Handball-Krimi in Berlin live: Füchse zittern sich in Front

Handball

Handball heute: Im Viertelfinal-Rückspiel der Handball Champions League liegen die Füchse Berlin nach 30 Minuten gegen den ungarischen Rekordmeister One Veszprém HC mit 17:15 in Front. In einer hitzigen, atemlosen ersten Halbzeit erspielten sich die Hausherren zwischenzeitlich sogar einen Sechs-Tore-Vorsprung – schmolzen diesen kurz vor der Pause aber bedrohlich zusammen.

Füchse Berlin startet wie aus dem Nichts

Die Max-Schmeling-Halle im Nordosten Berlins ist ausverkauft, die Stimmung von der ersten Sekunde an explosiv. Die Hausherren brauchen kaum Anlaufzeit: Mijajlo Marsenic verwandelt zum 1:0, Yehia Elderaa gleicht für die Gäste schnell aus – doch dann übernehmen die Füchse das Kommando. Mathias Gidsel netzt zweimal in Serie ein, der Welthandballer markiert mit dem Tor zum 3:1 nach starker Milosavljev-Parade gegen Remili den ersten Lauf des Abends.

Hákun West av Teigum erhöht in der vierten Minute mit einem Doppelpack auf 5:1 – die Füchse sind hellwach. Nach einer Viertelstunde steht es 11:6, der Vorsprung beträgt fünf Tore, und vieles erinnert an das Hinspiel: Auch in Veszprém legten die Berliner bockstark los, ehe sie das Spiel in der zweiten Hälfte aus der Hand gaben. Die Sportschau hatte die damalige Ausgangslage entsprechend eingeordnet: zwischenzeitliche Fünf-Tore-Führung, dennoch 34:35 als Endresultat. Heute soll es anders laufen.

Krickau-Defensive griffig – Milosavljev als Rückhalt

Tragende Säule der starken Anfangsphase ist Schlussmann Dejan Milosavljev. Der Serbe pariert in den ersten fünf Minuten gleich drei Bälle und hält Veszpréms Offensiv-Stars wie Hugo Descat und Ahmed Hesham zunächst kalt. Davor agiert die Berliner Abwehr griffig, lässt den ungarischen Rückraum kaum zur Entfaltung kommen. Trainer Nicolej Krickau hat seine Mannen perfekt eingestellt.

Personell ergeben sich für beide Teams kleine Auffälligkeiten. Bei den Gästen kehrt Nedim Remili nach seinem Wadenmuskelriss zurück – allerdings ohne sportlichen Impact in der ersten Halbzeit, ehe ihn eine Zeitstrafe in der 26. Minute zusätzlich bremst. Bei den Füchsen läuft der dänische Linksaußen Lasse Andersson trotz akuten Magen-Darm-Infekts auf und zeigt eine bemerkenswert energievolle Vorstellung mit drei Treffern bis zur Pause. Tim Freihöfer wiederum trifft seine ersten beiden Siebenmeter eiskalt – ehe ihm der dritte vom Strich auf den Pfosten springt.

Veszprém kontert mit Sieben-gegen-Sechs

Wie schon im Hinspiel zücken die Ungarn ihre Joker-Variante: das Sieben-gegen-Sechs ohne Torwart. Was im ersten Duell entscheidend war, beginnt in der Schlussphase der ersten Halbzeit erneut zu greifen. Yehia Elderaa, Hugo Descat und Yanis Lenne erzielen in kurzer Folge wichtige Treffer, dazu kommen Mijajlo Marsenic‘ Zeitstrafe und ein Lenne-Konter von der Mittellinie nach einem Lichtlein-Foul, das die Schiedsrichter laufen lassen.

Innerhalb weniger Minuten schmilzt aus einer Sechs-Tore-Führung ein Zwei-Tore-Polster zur Halbzeit. Ivan Martinović trifft kurz vor der Pause sogar zweimal hintereinander – beim zweiten Mal direkt mit dem Schlusspfiff zum 17:15. Pikant: Genau dieser Kroate war im Hinspiel mit acht Treffern der Hauptmann der ungarischen Wende. Das Final-Four in Köln ist zur Pause greifbar – aber alles andere als gesichert.