Fußball heute: Beim Hamburger SV könnte ein durchaus pikantes Geschäft Geld in die Kasse spülen – dank Werder Bremen. Top-Talent Karim Coulibaly weckt bei Europas Eliteklubs heftige Begehrlichkeiten, ein Sommer-Verkauf gilt als nahezu sicher. Wegen der FIFA-Solidaritätszahlung profitiert der HSV als ehemaliger Ausbildungsverein von einem möglichen Mega-Transfer mit – auch wenn der eigentliche Verlust des Talents an den Erzrivalen nach wie vor schmerzt.
Werder Bremen: Coulibaly als heiße Aktie auf dem europäischen Markt
Wie die Bild berichtet, ist die Begehrlichkeit rund um den 18-Jährigen kaum noch zu übersehen. Mit 26 Bundesliga-Einsätzen ist Coulibaly der jüngste Stammspieler der laufenden Saison im deutschen Oberhaus. Sein Marktwert hat sich in nur neun Monaten von einer auf 22 Millionen Euro erhöht – Tendenz weiter steigend.
Die Liste der Interessenten liest sich wie das Who-is-Who des Spitzenfußballs. Wie Sky bereits im April vermeldete, scouten Real Madrid, Manchester United, FC Chelsea, Newcastle United, Paris Saint-Germain und SSC Neapel den 1,91-Meter-Innenverteidiger. Insbesondere Chelsea soll konkretes Interesse hinterlegt haben, parallel hat sich PSG laut bulinews in den vergangenen Wochen massiv verstärkt eingeklinkt – Coulibalys Berater wohnte zuletzt einem Spiel im Parc des Princes bei. Der gebürtige Hamburger soll davon träumen, eines Tages in der französischen Hauptstadt zu spielen.
Sechs Ausbildungsjahre: HSV winkt warmer Geldregen
Brisant aus Hamburger Sicht: Coulibaly war von 2017 bis 2024 in der Jugend-Akademie der Rothosen aktiv, ehe er ablösefrei zu Werder wechselte. Diese Tatsache hatte den Aufsichtsrat seinerzeit massiv geärgert – und war einer der Treiber für die personelle Neuausrichtung. Wie die Bild aufrechnet, würden bei einem Coulibaly-Verkauf für 30 Millionen Euro rund 600.000 Euro über die FIFA-Solidaritätszahlung an den HSV fließen.
Hintergrund ist Punkt VIII (20) des FIFA-Reglements zu Status und Transfer. Demnach erhalten alle Vereine, die zwischen dem 12. und 23. Lebensjahr eines Spielers an dessen Ausbildung beteiligt waren, einen Anteil von bis zu fünf Prozent der Ablösesumme. Die Hamburger haben Coulibaly sechs Jahre lang ausgebildet und somit Anspruch auf einen entsprechenden Anteil. Bereits 70.000 Euro Ausbildungsentschädigung waren bei der Erstregistrierung als Profi geflossen, wie auch nurdieraute bestätigt.
Werder will Rekordsumme – HSV verdient ohne eigenen Aufwand
An der Weser hat man inzwischen weit höhere Summen im Sinn als die anfänglichen 30 Millionen Euro. Wie Sport1 mit Verweis auf Sky-Informationen ergänzt, hofft Werder auf ein Wettbieten zwischen den Top-Klubs, das die Ablöse Richtung 50 Millionen Euro treiben soll. Der Vertrag des U21-Nationalspielers läuft noch bis 2029 – die Bremer haben also alle Trumpfkarten in der Hand.
Sollte tatsächlich eine 50-Millionen-Euro-Marke erreicht werden, würde der HSV-Anteil entsprechend steigen – die obere Grenze liegt bei rund einer Million Euro. Hamburgs Sportdirektor Claus Costa, der ohnehin einen XXL-Transfersommer plant, könnte diese Summe bestens gebrauchen. Werders bisheriger Rekordtransfer war übrigens Diego mit 27 Millionen Euro im Jahr 2009 zu Juventus – die Coulibaly-Personalie könnte diesen Rekord bald deutlich brechen. Für den HSV bleibt der Trostpreis: Geld ohne eigenen sportlichen Aufwand. Ein bittersüßer Schluss in einer Geschichte, die für Hamburger Verhältnisse aber wenigstens noch finanziell befriedigend endet.
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