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Klausel-Zoff beim BVB: Schlotterbeck hält sich Hintertüren offen

Bundesliga-Fans Gregor Kobel

Fußball heute: Eigentlich sollte die langfristige Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bis zum Jahr 2031 für Ruhe und Aufbruchstimmung bei Borussia Dortmund sorgen. Doch statt des erhofften Schulterschlusses zwischen Fans und Spieler erlebte der 26-jährige Innenverteidiger beim Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen einen regelrechten Spießrutenlauf. Trotz seines Bekenntnisses zum Verein wurde der Nationalspieler auf der Südtribüne mit lautstarken Pfiffen empfangen. Die Anhänger reagierten damit sichtlich verärgert auf die wochenlangen Verhandlungen und die nun bekannt gewordenen Vertragsdetails.

Nico Schlotterbeck: Die brisante Hintertür im neuen Arbeitspapier

Besonders die im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel sorgt für Zündstoff im Umfeld des Vizemeisters. Wie der Express berichtet, soll diese Klausel Schlotterbeck einen Wechsel bereits im kommenden Sommer ermöglichen, sofern ein europäischer Topklub eine Summe zwischen 50 und 60 Millionen Euro auf den Tisch legt. Einzig der FC Bayern München sei explizit von dieser Option ausgeschlossen.

Für viele Fans signalisiert dieses Detail, dass sich der Abwehrchef trotz der langen Laufzeit nicht vollumfänglich an den BVB binden möchte, sondern auf ein lukratives Angebot nach einer erfolgreichen Weltmeisterschaft spekuliert.

Lothar Matthäus liefert Einblicke in die Verhandlungen

In der Diskussion um die Beweggründe der Klausel lieferte TV-Experte Lothar Matthäus bei „Sky90“ interessante Hintergründe. Er verteidigte Schlotterbecks Wunsch, sich einen „Spalt zur Tür“ offen zu halten, falls Klubs wie Real Madrid anklopfen sollten. Laut der Westen enthüllte Matthäus zudem, dass die Initiative für diese Lösung möglicherweise sogar aus der Führungsetage des BVB selbst kam.

Ein namentlich nicht genannter Verantwortlicher habe die Klausel aktiv unterstützt, um eine Verlängerung überhaupt erst zu ermöglichen und einen ablösefreien Abgang im Jahr 2027 zu verhindern. Wirtschaftlich könnte sich dieser Schachzug für Dortmund auszahlen, da die potenzielle Ablöse durch die Verlängerung um geschätzte 25 bis 30 Millionen Euro gestiegen sei.

BVB-Klubführung und Trainer kritisieren Fan-Reaktion

Trainer Niko Kovac und Klubchef Carsten Cramer zeigten sich nach der 0:1-Niederlage gegen Leverkusen schockiert über die Ablehnung der eigenen Fans. Kovac betonte, dass Schlotterbeck sich zum Verein bekannt habe und die Dauer der Verhandlungen kein Grund für derartige Anfeindungen sein dürfe.

Auch Mitspieler wie Waldemar Anton sprangen dem Verteidiger zur Seite und bezeichneten die Pfiffe als kontraproduktiv. Innerhalb des Kaders herrscht Unverständnis darüber, dass ein Leistungsträger in einer sportlich ohnehin tristen Phase – Dortmund schied sowohl im Pokal als auch in der Champions League frühzeitig aus – keine Unterstützung erfährt.

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