DFB-News zur WM heute: Klare Ansage an die Kritiker – nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador stand Manuel Neuer für das zweite Gegentor in der Kritik – doch nun springt ihm ein prominenter Ex-Kollege zur Seite. Timo Hildebrand zerlegte die Neuer-Kritiker in einem Instagram-Video mit deutlichen Worten. „Ihr habt alle keine Ahnung“, wetterte der frühere Nationalkeeper.
Hildebrand verteidigt Neuer: „Es kotzt mich extrem an“
Der einstige Schlussmann konnte die Schuldzuweisungen nicht nachvollziehen. „Jeder sucht wieder einen Schuldigen für das Spiel gestern. Ich lese ‚Torwart-Patzer von Neuer'“, schimpfte Hildebrand, wie bild.de berichtet. Seine Replik fiel drastisch aus: „Ihr habt alle keine Ahnung. Und es kotzt mich extrem an.“
Für den 47-Jährigen lag die Wurzel des Gegentors ganz woanders. In seiner Sicht der Dinge hätten gleich mehrere Vorderleute gepatzt, ehe der Ball im Netz landete. Über diese vorgelagerten Fehler aber rede niemand – stattdessen werde reflexhaft auf Neuer eingedroschen.
Hildebrands Wutrede: Kritik an den Vorderleuten
In seinem Video benannte Hildebrand die aus seiner Sicht eigentlichen Schuldigen konkret beim Namen – und teilte dabei kräftig aus. Aus seiner Sicht hätten Akteure in der Defensive das Kopfballduell verloren, sich „wie ein Schuljunge“ wegschubsen lassen und falsch gestanden. Eine pointierte Schuldzuweisung, die klar seine persönliche Lesart widerspiegelt.
Besonders die Kehrtwende der Anhänger ärgerte den Ex-Keeper. „Davor haben ihn noch alle als WM-Torwart gefordert“, erinnerte Hildebrand. Sein Appell an Medien und Fans war unmissverständlich: „Lasst Manuel Neuer in Ruhe.“ Die ganze Debatte nannte er schlicht „typisch deutsch“.
Neuer wehrt sich: „Es war kein Torwartfehler“
Auch der Kritisierte selbst wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Nein, es war kein Torwartfehler. Weil das eine ganz normale Kopfballverlängerung ist und ich dann versuche, den Ball zu fangen“, erklärte Neuer. Jeder Torhüter mit Spielpraxis wisse, dass er sich in dieser Situation genau so habe verhalten müssen.
Unbestritten ist allerdings, dass die WM für den Kapitän bislang nicht nach Wunsch verläuft. Vier Gegentore stehen schon zu Buche – bei insgesamt überschaubarer Schussbelastung eine ernüchternde Bilanz. Vor der entscheidenden K.o.-Phase kommt die Debatte um den 40-Jährigen für die DFB-Elf zur Unzeit. Die Unterstützung von Hildebrand dürfte dem Routinier dennoch gutgetan haben.
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