Fußball heute: Beim SV Werder Bremen müssen sich die Anhänger nach der enttäuschenden Saison auf den nächsten Dämpfer einstellen. Wie der Klub am Dienstag offiziell verkündet hat, werden die Dauerkarten-Preise für die Saison 2026/27 im Schnitt um 8,8 Prozent angehoben. Es ist die erste Erhöhung seit 2024 – als Hauptgrund nennt Geschäftsführer Klaus Filbry gestiegene Kosten in den Bereichen Mindestlohn, Energie und Sicherheitspersonal.
Werder Bremen: Stehplatz-Preise steigen am geringsten
Wie die Deichstube dokumentiert, hat Werder bei der Erhöhung auf Sozialverträglichkeit geachtet und sie staffelweise vorgenommen. Im untersten Preisbereich steigen die Kosten um 3,6 Prozent, im obersten Segment um bis zu 12 Prozent. Damit kommen die Stehplatz-Fans am besten weg – ihre Karte wird von 222 auf 230 Euro angehoben.
Im Sitzplatz-Bereich sind die Sprünge deutlicher. Wie die Bild einordnet, kostet die günstigste Sitzplatzkarte nun 405 Euro statt zuvor 360 Euro. Die teuersten Tickets außerhalb des VIP-Bereichs steigen von 825 auf knapp 900 Euro. Auch die Karten für Rollstuhlfahrer werden um zehn Prozent (von 102 auf 112 Euro) angehoben.
Filbry: „Soziale Staffelung beibehalten“
Werder-Boss Klaus Filbry verteidigte die Preisanpassung. „Die Dauerkarte im Weserstadion ist für Werderanerinnen und Werderaner ein hohes Gut. Uns war deshalb wichtig, die Anpassung moderat zu gestalten und die soziale Staffelung der Angebote beizubehalten“, erklärte der Geschäftsführer laut Deichstube.
Filbry begründete die Erhöhung mit der wirtschaftlichen Stabilität des Klubs. „Es ist unsere Verantwortung, wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen, um die Weiterentwicklung unseres Clubs zu ermöglichen“, so der 59-Jährige. Auch der Druck bei den Sicherheitskosten habe eine Rolle gespielt – ein Detail, das angesichts der jüngsten Pyro-Strafen besondere Brisanz hat.
Knapp eine Million Euro Mehreinnahmen
Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Effekt überschaubar, aber relevant. Wie die Bild berichtet, generiert Werder durch die Preisanpassung Erlöse im knapp siebenstelligen Bereich. Wie die Deichstube ergänzt, soll diese Summe allerdings nicht ausreichen, um die gestiegenen Kosten vollständig zu decken.
Trotz der Erhöhung bleiben die Bremer bei den Dauerkarten-Preisen im Bundesliga-Mittelfeld. Der Rabatt im Vergleich zum Einzelkartenkauf liegt jetzt bei 25 Prozent (vorher 30 Prozent). Rund 27.000 Dauerkarten werden für die kommende Saison vergeben – die Werder-Fans haben jetzt die Möglichkeit zur Verlängerung.
Thiounes Versprechen: „Auf Heimspiele freuen“
Die Preiserhöhung kommt zur sportlich unpassenden Zeit. Wie die Bild dokumentiert, gewannen die Bremer in der vergangenen Saison nur fünf von 17 Heimspielen und erzielten dabei lediglich 19 Tore – wenig Anlass für Begeisterung im Weserstadion. Trainer Daniel Thioune hat als Saisonziel verkündet: „Die Fans sollen sich wieder auf die Heimspiele freuen.“
Eine kleine gute Nachricht gibt es trotzdem: Die nächste Dauerkarten-Erhöhung wird erst 2028 fällig. Bis dahin müssen die Fans mit den jetzt verkündeten Konditionen leben. Klar ist: Sportlich muss die Mannschaft jetzt liefern – die Fans haben ihre Investition bereits getätigt.
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