Handball heute: Es ist einer der spektakulärsten Transfers im deutschen Handball – ein Nationalspieler, um den sich mehrere Topklubs bemühten, verlässt die Bundesliga und wagt den Sprung ins Ausland. Zum europäischen Spitzenverein Paris Saint-Germain wechselt er allerdings erst in einem Jahr.
Hannover-Burgdorf News: Renars Uscins wechselt 2027 zu Paris Saint-Germain
Wie PSG offiziell bekannt gab und der kicker berichtet, schließt sich Renars Uscins den Franzosen an. Der Linkshänder verlässt die TSV Hannover-Burgdorf nach Ablauf seines Vertrags im Sommer 2027 und unterschreibt in Paris einen Zweijahresvertrag bis 2029. Dass der Rückraumspieler die Recken verlassen würde, hatte er bereits Ende Mai angekündigt – nun steht sein neuer Klub fest.
Für den Deutschlands Handballer des Jahres 2024 ist es ein bedeutender Karriereschritt. „Der Wechsel zu PSG ist ein sehr wichtiger Schritt in meiner Karriere. Es ist einer der größten europäischen Vereine mit großen Ambitionen und einer Siegermentalität“, wird der Halbrechte in einem ersten Statement zitiert.
Renars Uscins: Warum es Paris wurde
Uscins galt zuletzt als heiß umworben, auch mehrere Bundesligisten sollen sich um ihn bemüht haben. Am Ende entschied er sich bewusst für den Schritt aus der Komfortzone in die Millionen-Metropole. Sportlich sprechen einige Argumente für den Wechsel: In der französischen Liga mit nur 16 statt 18 Teams ist die Belastung geringer, zudem hat der Rückraumspieler in Paris eine Garantie auf Einsätze in der Champions League.
Auch die Titelperspektive ist verlockend. Der von katarischem Geld gestützte Klub dominiert die heimische Liga seit Jahren nach Belieben und gewann zuletzt fast jede Meisterschaft. Bei PSG, das jüngst auch einen neuen Trainer für die Saison 2027/28 verpflichtete, dürfte die interne Konkurrenz allerdings noch einmal härter sein als in Hannover.
Olympia-Held mit Ambitionen für die Heim-WM
Dass Uscins das Zeug für die große Bühne hat, bewies er eindrucksvoll bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Im epischen Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich wuchs er mit 14 Treffern über sich hinaus und stellte dabei sogar einen olympischen Rekord auf – ein Auftritt, der seinem neuen Arbeitgeber in Erinnerung geblieben sein dürfte. PSG-Geschäftsführer Thierry Omeyer nannte ihn einen „modernen Spieler, der in allen Bereichen des Spiels einen entscheidenden Einfluss ausüben kann“.
Vor dem Wechsel wartet aber noch eine große Aufgabe. Zunächst will der Vize-Europameister eine starke fünfte Saison bei den Recken spielen und sich gebührend aus der Bundesliga verabschieden. Zudem steht im Januar 2027 die Heim-WM an, bei der Uscins dem deutschen Spiel noch konstanter seinen Stempel aufdrücken möchte. In Hannover hinterlässt er ohnehin Spuren: 564 Tore in 148 Pflichtspielen stehen für den gebürtigen Letten zu Buche.
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