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WM 2026

Haitis historisches Traumtor bei der WM 2026: Ein Großvater wird zum Helden

Haiti-Fans

Ein Tor für die Geschichtsbücher: Beim 2:4 gegen Marokko hat Haiti durch Wilson Isidor das erste selbst erzielte WM-Tor seit 52 Jahren erzielt. Ein Traumtor aus 26 Metern – und für eine ganze Nation weit mehr als nur ein Treffer. Besonders berührend: die Familiengeschichte dahinter.

Haiti bei der WM: Isidor trifft nach 52 Jahren Wartezeit

Was für ein Moment für den krassen Außenseiter. Im Duell mit Marokko zog Isidor (25) aus 26 Metern ab und versenkte den Ball mit satten 126 km/h zum zwischenzeitlichen 2:1. Es war das erste „echte“ eigene WM-Tor der Haitianer seit über einem halben Jahrhundert.

Die frühere Führung in der Partie war zuvor noch als Eigentor gewertet worden. Umso bedeutsamer war Isidors Geniestreich. Zuletzt hatte 1974 Emmanuel Sanon mit zwei Toren haitianische Fußballgeschichte geschrieben – es war zugleich die letzte WM-Teilnahme des Inselstaats vor diesem Turnier.

Isidors emotionale Geschichte: Das Versprechen des Großvaters

Hinter dem Treffer steckt eine Familiensaga, die zu Tränen rührt. Isidors Großvater hatte die legendären Sanon-Tore von 1974 noch mit eigenen Augen gesehen – und seinem Enkel früh eine Prophezeiung mit auf den Weg gegeben.

„Er hat mir gesagt, dass ich der nächste Torschütze werde. Ich denke, er ist nun sehr stolz auf mich“, erzählte Isidor sichtlich bewegt, wie die Badische Zeitung berichtet. Mit seinem Tor löste der Angreifer das Versprechen seines Großvaters ein – ein Gänsehaut-Moment der ganz besonderen Art.

Haiti blickt auf 2030: „Wir kommen stärker wieder“

Trotz des Vorrundenaus feierten Team und Fans die Treffer ausgelassen. Für den Inselstaat bedeuteten sie enorm viel. „Wir haben die Menschen in Haiti stolz gemacht. Wir können jetzt darauf aufbauen und kommen in vier Jahren stärker wieder“, kündigte Isidor kämpferisch an.

Das nächste Ziel hat der Torschütze bereits klar vor Augen. „Wir kommen wieder, um unseren ersten Punkt zu holen„, versprach er – schließlich habe Haiti diesmal sogar Schottland in Schwierigkeiten gebracht und gegen Marokko lange mitgehalten. Auch Trainer Sébastien Migné war stolz: „Wir haben hier gezeigt, dass wir uns zu Recht qualifiziert haben.“ Seine eigene Zukunft ließ der Coach allerdings offen. Eine Mannschaft aber hat sich längst in die Herzen gespielt.

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