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FC Nürnberg vor Transfercoup: Ex-Barça-Talent kommt zum Club

Bundesliga-Fans Gregor Kobel

Fußball heute: Der 1. FC Nürnberg bastelt weiter an seiner Defensive – und angelt sich dafür offenbar einen Mann mit prominenter Vergangenheit. Mikayil Faye, einst beim FC Barcelona ausgebildet, soll per Leihe zum Club stoßen. Pikant: Nur ein einziger Profi im Aufgebot wäre dann noch wertvoller als der Neuzugang.

1. FC Nürnberg: Faye-Leihe offenbar fix – Medizincheck binnen 48 Stunden

Wie Sky und Bild am Montag unisono berichteten, ist der Wechsel beschlossene Sache: Faye soll für die Saison 2026/27 auf Leihbasis von Stade Rennes kommen, inklusive Kaufoption für eine anschließende Festverpflichtung. Sky-Reporter Florian Plettenberg spricht gar von einem „Done Deal“ – die medizinische Untersuchung soll demnach binnen 48 Stunden erfolgen.

Sportlich wie finanziell hätte der Transfer Gewicht. Zwar ist Fayes Marktwert zuletzt deutlich abgerutscht, dennoch würde der Innenverteidiger laut Transfermarkt mit 4,5 Millionen Euro auf Anhieb sämtliche Abwehrkollegen in Nürnberg überflügeln. Teurer taxiert wird im gesamten Kader nur Angreifer Mohamed Alì Zoma (8 Millionen), direkt dahinter folgt Mittelfeldmann Adam Markhiev (4 Millionen).

Vom FC Barcelona nach Franken: Fayes Marktwert brach massiv ein

Die Vorgeschichte liest sich turbulent. Im Sommer 2024 überwies Rennes rund zehn Millionen Euro an den FC Barcelona – bis heute der fünftteuerste U20-Zugang der Klubhistorie. Auf dem Rasen zahlte sich die Investition allerdings nie aus: In seiner ersten Ligue-1-Spielzeit stand der Senegalese lediglich siebenmal in der Startelf, insgesamt sammelte er zwölf Pflichtspieleinsätze.

Auch der nächste Anlauf missglückte. Bei der US Cremonese, wohin Rennes den Youngster zuletzt abgab, schrumpfte die Einsatzzeit weiter – am Ende standen magere acht Serie-A-Partien zu Buche. Die Folge: Der einstige Zehn-Millionen-Mann wird inzwischen nur noch mit 4,5 Millionen Euro bewertet. Dabei galt der Linksfuß, der zur Not auch links hinten aushelfen kann, vor einem Jahr sogar als Kandidat bei Bayer Leverkusen.

Leih-Strategie des FCN: Tzimas-Coup als Blaupause

Beim Club passt der Deal in ein bewährtes Muster, denn Nürnberg arbeitet traditionell intensiv mit Leihgeschäften. In der abgelaufenen Spielzeit tummelten sich neben Bayern-Juwel Javier Fernández noch neun weitere Leihprofis im Aufgebot, in der Saison davor waren es sieben. Derzeit ist der 20-jährige Fernández der einzige verbliebene Leihspieler.

Wie lukrativ dieses Modell sein kann, bewies zuletzt Stefanos Tzimas. Den Griechen lotste der FCN einst als 19-Jährigen leihweise von PAOK Saloniki nach Franken – ebenfalls mit Kaufoption. In Nürnberg explodierte sein Marktwert um das Zwölffache, woraufhin der Club die Option für 18 Millionen Euro zog und den Angreifer mit satter Gewinnmarge weiterreichte: Brighton & Hove Albion überwies anschließend mehr als 26 Millionen.

Für Faye könnte es nun schnell gehen. Nürnberg bereitet sich aktuell im Trainingslager in Südtirol auf die neue Spielzeit vor, am 9. August eröffnet die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose die Zweitliga-Saison mit einem Heimspiel gegen Dynamo Dresden – möglicherweise bereits mit dem Ex-Barça-Mann an Bord.

 

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