Nach dem deutschen WM-Debakel gerät Julian Nagelsmann immer stärker unter Druck – und Mats Hummels heizt die Debatte weiter an. Der Weltmeister von 2014 fordert Konsequenzen auf der Trainerposition, bringt prominente Nachfolger ins Spiel und gesteht zugleich eine persönliche Komponente hinter seiner Kritik ein.
WM heute: Hummels räumt persönliche Probleme ein
Bei MagentaTV wurde der 37-Jährige ungewohnt offen und gab zu, dass hinter seiner Rauswurf-Forderung auch eigene Erfahrungen stecken. „Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst. Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen“, sagte Hummels mit Blick auf seine damalige Nicht-Nominierung.
Dieses Kapitel sei bis heute nicht aufgearbeitet. „Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen“, so der frühere Innenverteidiger. Er sei dadurch „emotional in eine Richtung gedrängt“ – betonte aber, mit Blick auf die Faktenlage müsse sich auf der Trainerposition ohnehin etwas ändern.
Hummels fordert Konsequenzen
Schon direkt nach dem Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay hatte Hummels deutliche Worte gefunden. „Auf der verantwortlichen Seite schreit es schon irgendwie nach Konsequenzen“, sagte er und stellte klar, dass dies sowohl vom Bundestrainer selbst als auch vom Verband thematisiert werden müsse.
Nachträglich präzisierte der Weltmeister, er habe bewusst keine Namen genannt und lediglich die Position des Bundestrainers hinterfragt. Er verwies dabei auf die Ära von Joachim Löw und mahnte: „Es ist schon irgendwo schwer vorstellbar, dass es so weitergehen soll.“
DFB nach der WM: Klopp und Guardiola als Wunschlösungen
Für den Fall eines Umbruchs hat Hummels auch schon konkrete Ideen. Neben dem von vielen Fans favorisierten Jürgen Klopp bringt der 37-Jährige überraschend auch Pep Guardiola ins Spiel. „Ich glaube, dass sowohl Pep Guardiola als auch Jürgen Klopp überall hinpassen – jede Vereinsmannschaft, jede Nationalmannschaft“, schwärmte er.
Beide zählt Hummels zu den besten Trainern der vergangenen 17, 18 Jahre. Persönlich favorisiert er aber seinen Ex-Coach Klopp: „Er könnte ein Land auch nochmal komplett hinter sich vereinigen. Das hat er schon drin.“ Guardiola wiederum wäre als Spanier der erste ausländische Bundestrainer der DFB-Geschichte.
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