Im mit Spannung erwarteten Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV sahen die Fans bis zur Pause ein Spiel auf Augenhöhe. Die Traditionsvereine zeigten eine engagierte Leistung, zumal beide Teams noch einige Punkte im Kampf gegen den Abstieg holen müssen. Die Ausgangslage des Aufsteigers aus Hamburg ist nach 45 Minuten erst einmal besser, denn mit einem Punkt in Bremen würden sie den Konkurrenten aus der Nachbarschaft auch in der Tabelle auf Distanz halten.
Bremen vs. Hamburg: Stage per Kopf und Glatzel mit sattem Schuss
Die beiden Mannschaften aus dem Norden verzichteten in diesem wichtigen Duell auf die Phase des Abtastens und legten im Weserstadion sofort voll los. Der HSV erschien als Erstes aussichtsreich vor dem gegnerischen Tor, doch kurz danach zeigte sich auch Werder im Strafraum der Hanseaten. Das vermeintliche erste Tor gelang nach 14 Minuten den Gästen aus Hamburg, doch beim Treffer von Glatzel hatte es zuvor eine Abseitsposition von Königsdörffer gegeben.
Die größeren Spielanteile hatte ohnehin Werder Bremen, während Hamburg abwartend auf schnelle Umschaltmomente hoffte. Diese Taktik ging zunächst auf, denn den Gastgebern fehlten in der Offensive die Ideen, während Hamburg einige gute Abschlüsse gelangen. Es war deshalb ein wenig überraschend, das Bremen in der 37. Minute den Führungstreffer erzielte. Ein Fehler in der Hamburger Defensive eröffnet Werders Stage die Chance, nach schöner Flanke von Sugawara einzuköpfen. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn nach einem langen Pass von Capaldo setzte sich der starke Glatzel in der 41. Minute an der Mittellinie durch und schoss den Ball nach seinem Sololauf sehenswert in den Winkel. So gingen die beiden Kontrahenten mit jeweils einem Treffer in die Kabine, während die Fans mit Spannung auf die zweite Halbzeit warteten.