Fußball heute: Bei Borussia Dortmund steht die nächste sportliche Belastungsprobe an. Manchester United beobachtet Innenverteidiger Waldemar Anton (29) intensiv und bereitet offenbar eine Top-Offerte vor. Wie der englische Mirror berichtet, könnten die Red Devils dem BVB ein Angebot über rund 35 Millionen Pfund (umgerechnet 40 Millionen Euro) unterbreiten. Doch beim Westfalen-Klub ist die Schmerzgrenze klar: Anton soll bleiben.
ManU-Trainer Carrick als Top-Befürworter
Wie Sky berichtet, hat sich Manchester United bereits mit dem BVB ausgetauscht – allerdings bislang nur in Form eines „losen Austauschs“. Konkret ist der Deal noch nicht. Hauptantreiber des Interesses ist offenbar United-Trainer Michael Carrick. Der frühere ManU-Spieler hatte Anfang des Jahres interimsmäßig von Ruben Amorim übernommen und nach starker zweiter Saisonhälfte einen Zweijahresvertrag erhalten.
Sportlicher Hintergrund: Wie der ligainsider einordnet, suchen die Engländer im Sommer einen verlässlichen Innenverteidiger – die personelle Lage in der Defensive ist angespannt. Lisandro Martínez und Matthijs de Ligt fehlten in der vergangenen Saison aufgrund schwerer Verletzungen über lange Strecken. Anton steht damit weit oben auf Carricks Wunsch-Liste.
Antons starke Saison: 44 Pflichtspiele, drei Ausfälle
Sportlich passt das Interesse zur Saisonbilanz des Innenverteidigers. Wie fussballeuropa dokumentiert, kam Anton in der vergangenen Spielzeit auf 44 Pflichtspiele und verpasste nur drei Partien aufgrund körperlicher Probleme. Dazu standen 13 Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft zu Buche – aktuell befindet sich der gebürtige Usbeke mit dem DFB-Team in den USA zur WM-Vorbereitung.
Wie der Transfermarkt einordnet, kam Anton 2024 für 22,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum BVB. Sein Marktwert liegt aktuell bei 18 Millionen Euro. Sollte er bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko mit starken Leistungen brillieren, würde dieser Wert nochmals deutlich steigen. Eine Manchester-United-Offerte um die 40 Millionen Euro wäre damit ein sportlich satter Gewinn für den BVB.
BVB-Strategie: Gehaltsanpassung statt Verkauf
Trotz des hohen Angebots will der BVB Anton nicht ziehen lassen. Wie Sky ausführt, ist die Klubführung im Gegenteil sogar bereit, auf der Ausgabenseite nachzulegen und Antons Gehalt nach der WM aufzustocken. Statt Transfererlöse zu generieren, soll der Innenverteidiger langfristig als wichtige Säule der Abwehr gehalten werden.
Anton selbst zeigt sich aktuell voll auf den BVB und die WM fokussiert. Wie der Goal.com einordnet, ist der 29-Jährige unter Trainer Niko Kovac „absolut gesetzt“ und gilt als einer der wichtigsten Säulen im BVB-Defensivverbund. Etwaige Gehaltsgespräche sollen nach dem WM-Turnier auf den Plan kommen.
Borussia Dortmund: Engpass in der Abwehrmitte
Aus BVB-Sicht ist die Halte-Strategie zwingend nötig. Niklas Süle hat seine Karriere beendet – sein Vertrag wurde nicht verlängert. Emre Can fällt mit einem Kreuzbandriss noch länger aus. Eine personelle Reserve in der Abwehrmitte ist damit nur noch begrenzt vorhanden.
Auch bei Stamm-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck gibt es eine Unsicherheit. Wie fussballtransfers ergänzt, hatte der Nationalspieler im April seinen Vertrag bis 2031 verlängert – allerdings mit einer Ausstiegsklausel, die einen Abschied zu bestimmten Klubs noch im Sommer 2026 ermöglicht. Auch Ramy Bensebaini geht ins letzte Vertragsjahr – ohne baldige Verlängerung müsste der BVB über einen Sommer-Verkauf nachdenken.
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