Ein pikantes Detail vor dem großen Finale: Ausgerechnet Slavko Vincic leitet das WM-Endspiel zwischen Argentinien und Spanien – und für Lionel Messi könnte der Slowene ein ungutes Gefühl auslösen. Denn der Unparteiische ist eng mit dem letzten großen Rückschlag des Superstars verknüpft. Ein böses Omen für die Albiceleste?
WM News: Vincic pfeift das WM-Finale
Für den Schiedsrichter selbst ist es die Krönung seiner Laufbahn. Als Schiri-Boss Pierluigi Collina verkündete, dass Vincic das Endspiel am Sonntag (ab 21 Uhr) leiten wird, kämpfte der Slowene sichtlich mit den Tränen der Freude, wie Sport1 berichtet.
Doch bei den Argentiniern dürften die Gefühle gemischter ausfallen. Denn mit dem 46-Jährigen verbindet die Albiceleste eine Erinnerung, die man in Südamerika längst verdrängt hatte – und die ausgerechnet jetzt wieder hochkocht.
WM-Schiedsrichter Vincic leitete Messis letzte WM-Pleite
Der Grund liegt einige Jahre zurück. Beim Auftakt der WM 2022 stand Vincic zuletzt bei einer Partie der Argentinier auf dem Feld – jenem denkwürdigen 1:2 gegen Außenseiter Saudi-Arabien, trotz einer frühen Messi-Führung in der zehnten Minute. Damals zückte der Slowene sechs Gelbe Karten gegen die Saudis, während die Argentinier komplett verschont blieben.
Aus dem damaligen Aufgebot sind nur noch Ángel di María und Papu Gómez nicht mehr dabei. Der Rest der Mannschaft dürfte sich noch lebhaft an jenen Tag erinnern – denn er markierte gleichzeitig die große Wende.
Argentinien: Seit der Pleite eine makellose Serie
Was folgte, war ein beispielloser Siegeszug. In den 13 Partien nach dem Saudi-Debakel verließ die Albiceleste stets als Sieger den Platz – eine Niederlage gab es seit dem 22. November 2022 in Katar nicht mehr, wie Sport1 festhält.
Auch für Messi persönlich hat sich seither alles gewandelt. Einen WM-Titel und 14 Tore später begegnet er Vincic nun aus einer völlig anderen Position – als gefeierter Weltmeister statt als Verlierer eines Sensations-Ausrutschers.
Vincic mit Erfahrung aus großen Finals
Ein Neuling im Rampenlicht ist der Unparteiische ohnehin nicht. Unterstützt von seinen Landsleuten Tomaz Klancnik und Andraz Kovacic, steht Vincic seit 2010 als Referee des Weltverbandes im Einsatz und bringt reichlich Erfahrung mit – allein bei dieser WM leitete er bereits drei Begegnungen.
Zuvor pfiff er die Gruppenspiele Brasilien gegen Marokko sowie Algerien gegen Jordanien und das Sechzehntelfinale zwischen Mexiko und Ecuador. Auch auf Klubebene kennt er die ganz großen Bühnen: 2024 leitete Vincic das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) in London. Lässt sich Messi vom vermeintlichen Fluch beeindrucken – oder krönt er seine Wandlung mit dem nächsten Titel?
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