Fußball heute: Beim Hamburger SV bahnt sich am Samstagabend (19 Uhr) das erste Testspiel des Sommers an. Wie die Mopo berichtet, trifft die Truppe von Trainer Merlin Polzin auf Rapid Wien – gleichzeitig auf ein bekanntes Gesicht mit Louis Schaub (31), der 2019/20 als Leihgabe im Volkspark spielte. Sportlich brennt die Frage nach dem Vuskovic-Nachfolger auf den Nägeln – der 18-jährige Jason Bissi-Mouelle könnte eine große Chance bekommen. Zwei Zugänge stehen bereits als Startelf-Kandidaten fest.
Rapid-Test mit besonderer Note: Schaub trifft alte Kollegen
Wie das Portal Mopo berichtet, hat der Rapid-Wien-Test für zwei HSV-Profis eine besondere Bedeutung. Bakery Jatta und Daniel Heuer Fernandes treffen auf ihren Ex-Kollegen Louis Schaub. Der 31-jährige Österreicher lief in der Rückrunde 2019/20 als Leihgabe für den HSV auf und steht seit zwei Jahren bei Rapid Wien unter Vertrag.
Aus HSV-Sicht ist der Rapid-Test der offizielle Auftakt der Sommer-Vorbereitung in Österreich. Torwart Heuer Fernandes trainierte am Freitag nach seinen Hüftproblemen wieder normal und ist als Startelf-Torhüter zu erwarten. Auch Schienenspieler Jatta wird gegen seinen alten Klub-Kollegen von Beginn an ran.
Vuskovic-Nachfolger noch offen: Bissi-Mouelle als Kandidat
Die zentrale Kader-Frage bleibt allerdings bestehen. Wie Mopo ausführt, ist die Nachfolge von Luka Vuskovic in der Innenverteidigung noch nicht geklärt. Der neue HSV-Abwehrchef wurde noch nicht verpflichtet, zudem konnte Warmed Omari wegen eines Schlags auf den Knöchel nicht vollständig mittrainieren.
Deshalb spricht vieles für ein Ausrufezeichen-Debüt eines Youngsters. Wie das Portal berichtet, wird Jason Bissi-Mouelle möglicherweise eine Chance auf der anspruchsvollen Vuskovic-Position bekommen – gegen Rapid womöglich sogar von Beginn an. Der 18-Jährige war bereits im Dänemark-Camp dabei und genießt im HSV-Trainerteam viel Wertschätzung.
Hamburger SV: Poulsen als einziger klassischer Mittelstürmer
Sportlich hat Polzin zudem im Sturm ein Problem. Wie Mopo berichtet, ist Yussuf Poulsen (32) aktuell der einzige verfügbare HSV-Mittelstürmer der klassischen Art. Otto Stange (19) urlaubt noch nach der U19-EM, deshalb ist der Däne ein logischer Startelfkandidat.
Für den Kapitän der Vorsaison ist allerdings ein rund 30-minütiger Einsatz gegen Rapid geplant. Als Sturm-Joker böten sich Rayan Philippe oder die Talente Thierry Sedlatschek (17) und Jannes von Diczelski (17) an. Damit setzt Polzin auf eine Kombination aus Erfahrung und Nachwuchs.
HSV: Lemke als Miro-Muheim-Ersatz auf links
Aus taktischer Sicht bringt die linke Schiene weitere Herausforderungen mit sich. Wie Mopo ausführt, befindet sich Miro Muheim noch im WM-Urlaub. Zusätzlich fiel Fabio Baldé am Tag vor der Abreise erneut aus – ihn plagen weiterhin Schmerzen aufgrund einer Blase am Fuß.
Deshalb dürfte auf Eigengewächs Louis Lemke (16) ein Spezial-Job zukommen. Der 16-Jährige ist damit vorerst wohl die erste Wahl auf der linken Schiene. Für Polzin bedeutet das: Sowohl in der Innenverteidigung als auch auf den Flügeln muss der Youngster-Faktor deutlich gestärkt werden.
Neuzugänge Grønbæk und Adeline als Startelf-Kandidaten
Aus Neuzugangs-Sicht überzeugen zwei Verpflichtungen bereits. Wie Mopo berichtet, könnten Albert Grønbæk und Martin Adeline direkt in der Startelf stehen. Der Däne und der Franzose sollen gemeinsam hinter Stürmer Poulsen wirbeln.
Auch Kofi Amoako wird in Wien sein HSV-Debüt feiern. Als gesetzt gelten dagegen im zentralen Mittelfeld Nicolai Remberg und Albert Sambi Lokonga. In der Abwehr können sich Nicolás Capaldo (halbrechts) und Jordan Torunarigha (halblinks) ihrer Stammplätze sicher sein.
Duo bleibt für U21-Test – Nachreisen möglich
Aus Personal-Sicht gibt es zwei Ausnahmen im Reise-Plan. Wie Mopo berichtet, werden Joel Agyekum und Nachwuchskeeper Colin Poppelbaum am Samstagmorgen nicht mit der großen Reisegruppe nach Wien fliegen. Beide sollen beim Testspiel der HSV-U21 am Vormittag (11 Uhr) gegen Hobro IK im Volkspark zum Einsatz kommen.
Ein Nachreisen ins Camp nach Längenfeld (Tirol) ist möglich. Klar ist: Polzin behält sich die Möglichkeit vor, weitere Talente je nach Bedarf kurzfristig einfliegen zu lassen. Damit hat der HSV-Coach die volle Flexibilität für das Trainingslager – auch für den Fall von Verletzungen. Für die Fans wird der Rapid-Test damit zur ersten großen Standort-Bestimmung vor der neuen Bundesliga-Saison.
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