Fußball heute: Bei Werder Bremen bahnt sich der nächste Abgang des Sommers an. Wie die Bild berichtet, will Justin Njinmah (25) den Klub verlassen und wechselt möglicherweise nach England. Konkret sind gleich zwei englische Klubs am 25-Jährigen dran: Premier-League-Aufsteiger Hull City sowie Championship-Klub FC Southampton. Der Berater-Wechsel des gebürtigen Hamburgers zur Agentur Sports 360 gilt als klares Wechsel-Signal – Werder-Manager Clemens Fritz hat einen Verkauf bei passender Ablöse bereits durchblicken lassen.
Berater-Wechsel als klares Wechsel-Signal
Wie die Bild berichtet, ist Njinmahs Wechsel-Wunsch spätestens seit dem Berater-Wechsel zu Sports 360 offensichtlich. Der 25-jährige Angreifer hat aktuell zwei konkrete Wechsel-Eisen im Feuer – beide aus England.
Aus Werder-Sicht kommt der mögliche Verkauf nicht ganz überraschend. Nach der enttäuschenden Vorsaison mit nur 37 Toren (nur Absteiger St. Pauli traf seltener) baut Sportchef Clemens Fritz die Offensive komplett neu auf – mit Cedric Itten (29, Fortuna Düsseldorf) hat der Schweizer WM-Fahrer bereits einen kopfballstarken Mittelstürmer verpflichtet.
Hull City und Southampton im Rennen
Konkret sind zwei englische Klubs am Werder-Star dran. Wie die Bild ausführt, hat Premier-League-Aufsteiger Hull City die Fühler nach Njinmah ausgestreckt. Ein Wechsel dorthin wäre für den 25-Jährigen der Sprung in die höchste englische Liga.
Interesse zeigt auch der FC Southampton aus der Championship. Der englische Traditionsklub wird vom deutschen Trainer Tonda Eckert (33) betreut, der wegen einer Spionage-Affäre in der abgelaufenen Saison den Aufstieg verpasste. Ob es zu konkreten Verhandlungen mit einem der beiden Interessenten kommt, ist derzeit noch offen.
Fritz: „Von Transfererlösen leben“
Aus Werder-Sicht ist die grundsätzliche Wechsel-Bereitschaft klar. Wie die Bild berichtet, hat Manager Clemens Fritz beim Trainingsauftakt bereits Klartext gesprochen: „Wir sind ein Verein, der von Transfererlösen lebt. Gibt es für uns und den Spieler ein passendes Angebot, versuchen wir, lösungsorientiert zu arbeiten. Aber aktuell sind wir noch nicht so weit.“
Diese Aussage macht deutlich: Werder wird einen Njinmah-Abgang zulassen, sofern die Ablösesumme passt. Für den finanziell klammen Klub sind Transfererlöse ein entscheidender Faktor bei der Kader-Planung.
Njinmah-Bilanz: Nur fünf Tore in 33 Spielen
Sportlich ist Njinmahs Vorsaison zwiespältig gewesen. Wie die Bild ausführt, hat der pfeilschnelle Stürmer in 33 Spielen lediglich fünf Treffer erzielt. Trainer Daniel Thioune hält zwar viel vom 25-Jährigen, dieser ließ die Fans mit zahllosen vergebenen Großchancen aber altern.
Ein Highlight-Moment: das 1:0-Siegtor im Abstiegskrimi bei Vfl Wolfsburg, das für den Klassenerhalt entscheidend war. Doch der Marktwert des Angreifers ist von einst neun Millionen Euro auf aktuell fünf Millionen Euro gefallen – Zeit für einen sportlichen Neuanfang.
Ausblick: Wechsel-Poker vor der neuen Saison
Klar ist: Njinmah steht vor einer Karriere-Weiche. Sollten Hull City oder Southampton eine passende Ablöse hinterlegen, würde Werder den Wechsel wohl freigeben. Für den 25-Jährigen wäre die Premier-League-Herausforderung bei Hull City sportlich am attraktivsten – Southampton bietet dagegen die Championship-Bühne mit Bundesliga-Bezug durch Trainer Eckert.
Für Werder bedeutet der mögliche Abgang eine weitere Baustelle in der Kader-Planung. Neben Itten wird der Klub einen dynamischen Nummer-1-Stürmer suchen müssen. In den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, ob Njinmah tatsächlich auf die Insel wechselt – oder ob Fritz an einer weiteren Saison mit dem Werder-Angreifer festhält.
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