Werder Bremen News beim Fußball heute: Monatelang wurde über die Heimkehr eines ehemaligen Torjägers zu Werder Bremen spekuliert, für viele Fans galt sie als Wunschlösung. Nun ist die Entscheidung gefallen – und sie fällt gegen ein emotionales Wiedersehen aus. Die Gründe dafür sind vielschichtig.
Werder Bremen nimmt Abstand von Füllkrug
Wie die Bild berichtet, hat Werder eine Verpflichtung von Niclas Füllkrug endgültig abgehakt. Zwar suchen die Hanseaten weiterhin dringend einen neuen Top-Stürmer, doch der 33-jährige Nationalspieler ist dafür nicht die Lösung. Damit findet der erhoffte Neuanfang des Angreifers, der anderthalb schwierige Jahre hinter sich hat, nicht an der Weser statt.
Interessant ist die Einordnung: Intern gehörte Füllkrug ohnehin nie zu den Top-Kandidaten für die vakante Sturmposition. Deutlich konkreter war eine Rückkehr noch im vergangenen Winter, als sich der Angreifer sogar selbst bei seinem Ex-Klub angeboten haben soll – damals grätschte allerdings die AC Mailand dazwischen.
Vier Gründe gegen die Rückkehr
Die Absage hat vor allem wirtschaftliche Wurzeln. Füllkrug steht bei Premier-League-Absteiger West Ham United noch bis 2028 unter Vertrag und wäre somit nicht ablösefrei zu haben. Schwerer wiegt sein Gehalt: Mit rund 4,5 Millionen Euro netto pro Jahr übersteigt es die finanziellen Möglichkeiten der klammen Bremer bei Weitem.
Hinzu kommen sportliche Aspekte. Seit seinem Wechsel nach England wurde der Routinier immer wieder von Verletzungen ausgebremst, sodass seine Zuverlässigkeit nicht garantiert ist. Und schließlich haben die Norddeutschen mit dem ablösefrei aus Düsseldorf gekommenen Cedric Itten bereits einen körperlich robusten Mittelstürmer verpflichtet, der einen Teil des gesuchten Profils abdeckt.
Ungewisse Zukunft nach schwierigen Monaten
Für Füllkrug bleibt damit offen, wo er seine Karriere fortsetzt. West Ham wird er nach dem Abstieg in die Championship in diesem Sommer aller Voraussicht nach verlassen. Zuletzt war der Stürmer in der Rückrunde an die AC Mailand verliehen, konnte sich dort aber nicht nachhaltig empfehlen und kam wettbewerbsübergreifend nur auf einen Treffer.
Seine erfolgreichste Zeit erlebte der gebürtige Hannoveraner ohnehin in Deutschland. Mit Werder stieg er 2022 in die Bundesliga auf, schoss sich mit starken Leistungen in die Nationalmannschaft und sicherte sich mit 16 Treffern die Torjägerkanone. Nach einem weiteren erfolgreichen Jahr bei Borussia Dortmund, das im Champions-League-Finale gipfelte, zog es ihn ins Ausland. Ein romantisches Wiedersehen mit seinem Herzensklub bleibt vorerst aus – Werder konzentriert sich stattdessen auf andere Kandidaten.
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