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Nach WM-Aus gegen Kanada: Südafrika-Coach zieht WM-Fazit – „Sehr stolz“

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WM heute: Das Märchen ist zu Ende – doch der Stolz überwiegt. Südafrika ist im Sechzehntelfinale mit 0:1 an Co-Gastgeber Kanada gescheitert. Trainer Hugo Broos aber wertet das Turnier als vollen Erfolg. „Ich bin sehr stolz auf mein Team“, betonte der Belgier nach dem knappen Aus. Und er fand zugleich überraschend deutliche Worte.

Südafrika bei der WM: Aus gegen Kanada mit erhobenem Kopf

In Inglewood reichte es für die „Bafana Bafana“ am Ende nicht. Gegen die wuchtigen Kanadier unterlag Südafrika mit 0:1 – und verpasste damit den Sprung ins Achtelfinale. Den späten Gegentreffer konnte das Team nicht mehr beantworten.

Trotzdem fiel die Bilanz von Broos durchweg positiv aus. „Wir haben uns nach 24 Jahren wieder für die WM qualifiziert, wir haben zum ersten Mal die K.o.-Runde erreicht“, ordnete der 74-Jährige ein, wie sport1.de berichtet. Das habe man erhofft, aber nicht erwartet – der Achtelfinaleinzug wäre „wirklich ein kleines Wunder gewesen“.

Broos‘ schonungslose Analyse: „Zwei Stufen höher“

Bei aller Freude benannte der Coach aber offen, woran es seiner Mannschaft im internationalen Vergleich mangelt. „Fußball ist nicht nur Technik, Fußball ist auch Power und Tempo. Das ist die große Qualität von Kanada“, urteilte Broos – und legte den Finger in die Wunde.

Das WM-Niveau sei „zwei Stufen höher“ als in der heimischen Liga, so der Belgier weiter. Genau hier müsse angesetzt werden, „vor allem die Klubs“ seien gefordert. Der Hintergrund: Der Großteil seines Kaders steht bei südafrikanischen Vereinen unter Vertrag – ein klarer Fingerzeig in Richtung der eigenen Liga.

Broos und die Zukunft: Rückt der Coach vom Rücktritt ab?

Spannend bleibt die persönliche Zukunft des Trainers. Vor dem Turnier hatte Broos seinen Rücktritt angekündigt, rückte davon nach dem historischen Einzug aber zumindest ein Stück weit ab. „Ich denke, es ist nicht klug, Entscheidungen zu treffen, wenn man enttäuscht ist“, betonte er.

Ganz vom Fußball lassen will der 74-Jährige ohnehin nicht. „Ich habe noch zu viel Energie“, erklärte Broos und brachte eine Lösung mit weniger Präsenz in Südafrika ins Spiel – etwa eine beratende Rolle. „Ich stehe immer zur Verfügung, wenn Menschen einen Rat brauchen“, sagte der Coach. Kanada zieht derweil als erster Achtelfinalist in die nächste Runde ein.

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