DFB-News zur WM heute: Der Gegner steht fest – und Rudi Völler gibt sich auf der Pressekonferenz am Samstag kämpferisch. Im Sechzehntelfinale trifft die deutsche Nationalmannschaft am Montag auf Paraguay. Nach der Ecuador-Pleite verbreitet der DFB-Sportdirektor demonstrativ Zuversicht. „An richtig guten Tagen können wir gegen jede Mannschaft gewinnen„, betont Völler. Doch er nennt auch ein klares Aber.
Deutschland gegen Paraguay: Völler verbreitet Zuversicht
Der Weltmeister von 1990 glaubt fest an die Qualität seines Teams. „Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen, wenn sie wirklich zu 100 Prozent da ist, gegen jede Mannschaft gewinnen kann“, sagte Völler auf der Pressekonferenz, wie sportschau.de berichtet. Die Marschroute für das Sechzehntelfinale ist also klar.
Doch der DFB-Sportdirektor knüpfte seine Zuversicht an eine wichtige Bedingung. Lasse die Mannschaft wie gegen Ecuador „ein paar Prozentpunkte“ liegen, drohe Ungemach. Anders als „zwei, drei andere Nationen“ könne sich Deutschland keine halben Sachen erlauben. „Das geht bei uns natürlich nicht“, stellte Völler unmissverständlich klar.
Völler ordnet die Ecuador-Pleite ein: „Am Montag ganz anders“
Die jüngste Niederlage wollte der 65-Jährige nicht überbewerten. „Für die Ecuadorianer war es das Spiel der Spiele“, betonte Völler – menschlich sei es, dass die DFB-Elf als bereits feststehender Gruppensieger nicht mehr ans Limit gekommen sei. Ein klares Versprechen schob er hinterher: „Das wird am Montag ganz anders sein.“
Vor allem die vielen Ballverluste hat Völler als Baustelle ausgemacht. „Das müssen wir aufs Minimum reduzieren“, forderte der Sportdirektor. Insgesamt blickt er aber zufrieden auf die Vorrunde zurück – schließlich sei man „verdientermaßen Gruppensieger geworden“. Seine eigene Gemütslage beschrieb Völler entwaffnend offen: „Ich bin völlig beruhigt und relaxt.“
Paraguay mit Personalsorgen – und ein Omen von 2002
Die Vorzeichen für die DFB-Elf sind durchaus günstig. Paraguay muss im Mittelfeld auf den gelbgesperrten Leistungsträger Diego Gómez verzichten, zudem ist der Einsatz des angeschlagenen Abwehrspielers Omar Alderete offen. Deutschland geht damit klar favorisiert in die Partie – bei rund 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit im Boston-Stadion.
Kurios ist eine historische Parallele. Schon 2002 startete Deutschland die K.o.-Phase ausgerechnet gegen Paraguay – damals ein zähes 1:0 im Achtelfinale, der Siegtreffer fiel spät durch Oliver Neuville. Mehr als eine nette Randnotiz ist dieses „Omen“ allerdings nicht. Entscheidend wird allein, ob die DFB-Elf Völlers Versprechen einlöst und wieder ans Limit geht.
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