Bayer Leverkusen News beim Fußball heute: Bayer Leverkusen verliert die nächste Stütze seiner Meistermannschaft. Der Wechsel von Alejandro Grimaldo zu Atlético Madrid steht unmittelbar bevor – und beschert dem Werksklub eine stattliche Ablöse. Doch der Abgang reißt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird.
Bayer Leverkusen einig mit Atlético: 25 Millionen für Grimaldo
Wie der kicker berichtet, haben sich Bayer und Atlético quasi vollständig geeinigt. Am Ende fließen 25 Millionen Euro ins Rheinland – ein Gesamtpaket, dessen Bonuszahlungen so gestaltet sind, dass sie am Ende allesamt fließen werden. Laut Sky hatte sich der 30-Jährige bereits zuvor mit den Madrilenen auf einen langfristigen Vertrag verständigt, der Medizincheck soll zeitnah erfolgen.
Dass der Deal so schnell steht, kommt durchaus überraschend. Zuletzt lagen die Vorstellungen auseinander: Spanische Quellen nannten ein Paket von 20 Millionen Euro, während Bayers Forderung anfangs bei 30 Millionen lag. Auf halbem Weg trafen sich die Klubs nun – ablösefrei war Grimaldo 2023 von Benfica gekommen.
Schwer zu ersetzen: Was Bayer mit Grimaldo verliert
Sportlich ist der Abgang ein herber Verlust, denn Grimaldo war Linksverteidiger und Spielmacher in Personalunion. In der vergangenen Saison sammelte der Freistoßspezialist wettbewerbsübergreifend 27 Scorerpunkte (14 Tore, 13 Vorlagen) und war als Standardschütze ein entscheidender Faktor. In 145 Pflichtspielen für Bayer kam er insgesamt auf 30 Tore und 45 Vorlagen, 2024 gewann er mit der Werkself das Double.
Die Personallage verschärft den Handlungsdruck: Nach dem Verkauf steht mit dem 21-jährigen Jeanuel Belocian nur noch ein gelernter Linksverteidiger im Kader. Der Franzose gilt nach schweren Verletzungen allerdings eher als Perspektivspieler – ein hochwertiger Ersatz muss also her.
Suche nach einem Leader: Diese Namen stehen auf der Liste
Sportchef Simon Rolfes weiß, dass vor allem Grimaldos Mentalität und Führungsstärke in der Kabine ersetzt werden müssen. Laut Bild blickt Bayer dabei sogar zum FC Bayern: Der vor dem Vertragsende stehende Raphaël Guerreiro wäre eine ablösefreie, spielstarke Lösung im Stil Grimaldos. Trainer Carles Martínez soll für die linke Seite allerdings einen schnelleren Verteidiger bevorzugen – hier ist Arsène Kouassi vom FC Lorient ein Thema.
Da Leverkusen nur noch zwei Positionen offen hat, hängt vieles zusammen: Wird die linke Seite mit einem reinen Defensivspieler besetzt, müsste der gesuchte Rechtsverteidiger das Leader-Gen mitbringen. Als Kandidat dafür gilt der Ex-Stuttgarter Konstantinos Mavropanos von West Ham, als Alternative wird US-Nationalspieler Sergiño Dest von der PSV gehandelt.
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