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Kult-Keeper Ochoa: So bewegend war sein letztes WM-Spiel in Mexiko

Mexiko-Fans

WM heute: Ein Abschied zum Tränen-Vergießen – beim 3:0 gegen Tschechien hat Kult-Torhüter Guillermo Ochoa seine WM-Karriere im Aztekenstadion gekrönt. In der 78. Minute wurde der 40-Jährige unter dem Jubel von über 80.000 Fans eingewechselt – und durfte ein letztes Mal im Trikot der Nationalmannschaft glänzen. „Vielen Dank an alle“, sagte er gerührt.

Ochoa bei der WM: Gefeierter Abschied im Aztekenstadion

Es war ein Drehbuch wie aus einem Fußballmärchen. Ochoa übernahm nach seiner Einwechslung die Kapitänsbinde und leitete in der Nachspielzeit sogar noch das 3:0 von Álvaro Fidalgo mit einem langen Abstoß ein. Anschließend küsste der Routinier beide Torpfosten und ließ sich ausgiebig feiern.

Der Kreis schließt sich für den Schlussmann auf perfekte Weise. „Mein erstes Spiel war im Aztekenstadion, mein letztes Spiel war im Aztekenstadion“, sagte Ochoa sichtlich bewegt, wie kicker.de berichtet. Es sei „ein wunderschönes letztes Kapitel“ seiner Laufbahn gewesen.

Ochoas Rekorde: Sechste WM und ein einzigartiger Status

Der Abschied ist zugleich von historischer Bedeutung. Mit seiner sechsten WM-Teilnahme steht Ochoa auf einer Stufe mit Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Durch den Einsatz gegen Tschechien ist er zudem der älteste Mexikaner, der je auf einem WM-Rasen stand.

Dabei war der Keeper bei der Heim-WM nur Edel-Reservist. Stammtorhüter Raúl Rangel hatte ihn verdrängt, viele Fans hofften vergeblich auf einen Startelfeinsatz. Seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft hatte Ochoa ohnehin schon zu Turnierbeginn angekündigt – das letzte Kapitel war also bewusst gewählt.

Aguirre adelt den „mexikanischen Jesus“

Auch sein Trainer fand bewegende Worte. Nationalcoach Javier Aguirre hätte Ochoa bei jedem Spielstand eingewechselt. „Memo musste unbedingt spielen. Er steht früh auf, geht ins Fitnessstudio, gibt nie auf“, schwärmte der Coach, wie n-tv.de festhält. Ochoa sei „eine Legende des Weltfußballs“.

Den Mythos um seine Person nährte Ochoa über Jahre – obwohl er nie bei den ganz großen Klubs spielte. Bei Weltmeisterschaften lief er regelmäßig zur Höchstform auf, allen voran 2014 gegen Brasilien, als ihm Fans liebevoll den Spitznamen „mexikanischer Jesus“ verpassten. Passend zum Abschied rundete Mexiko als Gruppensieger eine makellose Vorrunde ab. Eine Bühne, die diesem Ausnahme-Keeper mehr als würdig war.

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