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Hannover 96: HSV-Trainer Polzin überrascht 96-Coach persönlich

Hannover-Fans

Fußball heute: Bei Hannover 96 hat ein langgedienter Mitarbeiter seinen ersten Job als Cheftrainer übernommen. Lars Barlemann (35) führt nach zwölf Jahren als Videoanalyst und Co-Trainer der Profis künftig die U23 der Niedersachsen. Bereits beim ersten Training zeigte er, wie er tickt – und überrascht wurde er von einem speziellen Gratulanten: HSV-Chefcoach Merlin Polzin meldete sich höchstpersönlich.

Barlemann startet als 96-Cheftrainer durch

Wie die Bild berichtet, hat Barlemann am Montag sein erstes Training als U23-Cheftrainer absolviert. „Wir gehen zusammen raus“, sagte der 35-Jährige freundlich zu seinem Stab – kurz darauf marschierten Trainerteam, Funktionsteam und U23-Spieler gemeinsam auf den Platz. Sein Anspruch: „Wir wollen ein einheitliches Bild abgeben.“

Barlemann tritt die Nachfolge von Daniel Stendel (52) an, der zum englischen Zweitligisten Barnsley FC wechselte. Der gebürtige 96-Eigengewächs ist seit 2014 im Verein – Tayfun Korkut hatte ihn damals aus dem Freiburger Nachwuchs nach Hannover geholt.

Polzin und Favé melden sich vor erstem Training

Eine spezielle Geste kam vor dem ersten Training aus Hamburg. Wie die Bild dokumentiert, meldeten sich HSV-Cheftrainer Merlin Polzin (35) und dessen Assistent Loïc Favé (33) persönlich bei Barlemann. Die drei Trainer hatten vor einem Jahr gemeinsam den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert und sich dabei angefreundet.

„Es kamen wirklich viele Nachrichten an bei mir, ich habe mich über jede gefreut“, erklärte Barlemann. Auch mit seinem früheren 96-Mentor Korkut ist der frischgebackene Cheftrainer im engen Austausch. „Tayfun gehört zu den Trainern, mit denen ich immer wieder im Austausch bin. Natürlich holt man sich von diesen erfahrenen Trainern den einen oder anderen Tipp.“

Keine Nachricht von Titz – atmosphärische Störungen

Eine Personalie auffällig schweigsam: Wie die Bild einordnet, kam von 96-Profi-Cheftrainer Christian Titz (55) keine Nachricht an Barlemann. Hintergrund: Wegen atmosphärischer Störungen in der Zusammenarbeit war Barlemann zuvor aus dem Trainerstab der Profis ausgeschieden. Der Wechsel zur U23 war damit auch eine sportliche Konsequenz aus dem Titz-Konflikt.

Im internen Rennen um den U23-Job setzte sich Barlemann gegen Christian Schulz (43) durch – den ehemaligen 96-Europa-League-Helden, der jetzt sein Assistent ist. Der frischgebackene Cheftrainer hatte sich aktiv um diese Konstellation bemüht.

Barlemann setzt auf Schulz als Assistent

Aus sportlicher Sicht passt die Konstellation perfekt. „Wir haben schon vor einem Jahr sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet, verstehen uns gut. Er bringt seine Erfahrung als Spieler ein. Ich bin der, der sich in diese Position reingearbeitet hat“, erklärte Barlemann. „Wir ergänzen uns gut und geben ein gutes Duo ab.“

Beide hatten in der vergangenen Saison schon zusammengearbeitet. Wie die Bild dokumentiert, waren Barlemann, Schulz und U19-Trainer Dirk Lottner (54) nach der Entlassung von André Breitenreiter bei den Profis eingesprungen und hatten für ein versöhnliches Saisonende gesorgt. Klar ist: Mit dem Eigengewächs-Coach Barlemann und Europa-League-Helden Schulz als Assistent setzt 96 auf eine bewährte Konstellation – mit dem klaren Ziel, junge Talente an die Profimannschaft heranzuführen.

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