WM heute: Spannende Einblicke von einem DFB-Star: Kai Havertz hat verraten, wie er seine Rolle in der Nationalmannschaft sieht – und dabei ein bemerkenswertes Bild gewählt. Der 27-Jährige will für gegnerische Verteidiger ein „Gespenst“ sein. Zugleich zeigt sich der Angreifer im Mediengespräch für ungewöhnliche Aufgaben offen. Was treibt den Offensivmann an?
WM 2026: Havertz als „Gespenst“ im Strafraum
Inzwischen ist Havertz in der DFB-Elf als Mittelstürmer gesetzt – und sein Selbstverständnis auf dieser Position ist eindeutig. Gegnerische Abwehrspieler sollten nie ahnen, wo er sich befinde, wohin er wolle oder was er als Nächstes plane, erklärte der Offensivmann.
Genau diese Unberechenbarkeit sei seine größte Waffe. „Ich versuche, für Verteidiger ein Gespenst zu sein“, brachte es Havertz auf den Punkt. Für die Gegenspieler gebe es kaum etwas Unangenehmeres als einen Stürmer, der ständig die Position wechselt.
DFB-Star Havertz: Bereit für die Zweckentfremdung
Dass Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn auch mal auf einer ungewohnten Position einsetzt, schreckt den 27-Jährigen nicht. Im November 2023 hatte er gegen Österreich überraschend hinten links ran gemusst – für ihn zwar „ungewohnt“, doch er würde es jederzeit wieder tun, sollte der Coach ihn erneut darum bitten.
Mit einem Schmunzeln verwies Havertz auf den damaligen Ertrag: Schließlich habe er bereits nach drei Minuten getroffen, also sei es „nicht allzu schlecht“ gewesen. Unter Beobachtern galt die Maßnahme allerdings als mitentscheidend für die 0:2-Pleite in Wien.
Havertz denkt fürs Team: „Erster Abwehrspieler“
Seine Aufgabe sieht der Angreifer weit umfassender als reines Toreschießen. „Wenn ich ins Pressing gehe, den Abwehrspieler anlaufe, ist das ein Kommando für meine Mitspieler“, erklärte Havertz – er verstehe sich gewissermaßen als erster Verteidiger seiner Mannschaft, dem alle folgen.
Stillstand ist dabei nicht sein Ding. „Ich kann nicht im Strafraum warten. Ich muss involviert sein“, betonte er. Auch scheinbar nutzlose Laufwege hätten ihren Sinn, schließlich schaffe er damit Räume für nachrückende Kollegen.
Havertz über die Kritik: „Ich bin kein Grübler“
Dass seine Spielweise mitunter zu lässig wirkt, ist dem DFB-Star bewusst. Die wiederkehrenden Debatten über seine vermeintlich falsche Körpersprache kenne er genau – „wenn ich nicht gut spiele, kommt das immer“.
Sonderlich nahe geht ihm das aber nicht. „Ich bin keiner, der sich groß einen Kopf darüber macht. Ich bin kein Grübler“, stellte Havertz klar. Sein Rezept sei simpel: auf dem Platz ganz er selbst zu sein, im Hier und Jetzt – mehr Gedanken verschwende er nicht.
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