Borussia Mönchengladbach News beim Fußball heute: Nach elf Jahren am Niederrhein könnte für Nico Elvedi ein neues Kapitel beginnen. Ein Premier-League-Klub mit einem alten Bekannten an der Seitenlinie buhlt um den Schweizer Verteidiger – und anders als in den Vorjahren scheint der Routinier diesmal selbst Feuer gefangen zu haben.
Borussia Mönchengladbach und das Werben von Leeds United
Wie die Bild berichtet, bemüht sich Leeds United konkret um Elvedi und ist bereit, rund 8,5 Millionen Euro zu bieten. Treibende Kraft ist Trainer Daniel Farke, der den Innenverteidiger bereits in der Saison 2022/23 in Gladbach betreute. Hintergrund des englischen Bedarfs sind Verletzungssorgen in der Leeds-Abwehr, weshalb Farke auf einen erfahrenen Defensivmann setzen möchte.
Neu ist vor allem Elvedis Haltung. Laut dem Portal Football Insider kann sich der 29-Jährige einen Wechsel in die Premier League in dieser Karrierephase sehr gut vorstellen. Zwischen ihm und Farke soll eine gegenseitige Wertschätzung bestehen – schon früher hatte der Coach ihn als absoluten Führungsspieler gelobt.
Diesmal kein leichter Abschied: Gladbach pokert um die Ablöse
Die Ausgangslage unterscheidet sich deutlich von früheren Sommern. Lange galt Elvedi als Verkaufskandidat, den die Borussia bei einem vernünftigen Angebot gern ziehen gelassen hätte. Nach einer stabilen Saison ist das anders: Elvedi war einer der zuverlässigsten Abwehrspieler der Liga und führte mit den meisten Klärungsaktionen die Bundesliga-Statistik an.
Entsprechend selbstbewusst treten die Gladbacher auf. Das Leeds-Angebot von 8,5 Millionen Euro soll den Verantwortlichen zu niedrig sein – trotz nur noch einjähriger Vertragslaufzeit fordern sie eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich. In konkreten Verhandlungen stecken die Klubs deshalb noch nicht.
Gladbacher Rekord-Transferfenster und ein Identifikationsverlust
Ein Verkauf hätte für Gladbach eine doppelte Dimension. Finanziell steuert die Borussia nach mehreren Abgängen auf ein Rekord-Transferfenster zu und könnte sich nach Jahren der Sparzwänge neu aufstellen. Sportlich aber wäre ein Abschied des dienstältesten Profis, der seit 2015 am Niederrhein spielt und über 300 Bundesliga-Partien bestritt, nur schwer zu kompensieren.
Elvedi selbst hält sich bedeckt. Aktuell ist der 69-fache Nationalspieler mit der Schweiz bei der WM im Einsatz und will die Zukunftsfrage erst danach klären. Auf seine Gladbach-Zukunft angesprochen, reagierte er nach dem Saisonende mit einem Lächeln und betonte gegenüber der Bild, er wisse nach über zehn Jahren genau, was er an dem Verein habe – dieser sei sein Zuhause.
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