Österreich hat bei der WM 2026 den Kürzeren gegen den amtierenden Weltmeister gezogen. Die ÖFB-Elf unterlag Argentinien im Topspiel der Gruppe J mit 0:2 – Lionel Messi traf doppelt und schraubte seinen WM-Torrekord auf 18 Treffer. Während die Albiceleste den Gruppensieg vorzeitig sicherstellte, muss Ralf Rangnicks Team am letzten Spieltag um das Weiterkommen bangen. In der Mixed Zone sorgte ÖFB-Star Konrad Laimer anschließend mit deutlicher Kritik an der Schiedsrichterleistung für Gesprächsstoff.
ÖFB-Star Laimer übt Kritik: „Gefühlt 700 Fouls gemacht“
Der Bayern-Profi machte nach dem Abpfiff seinem Frust in der Mixed Zone Luft (via MagentaTV). „Gibst der Nummer 10 von denen den Ball, dann weiß er schon, was er damit anfangen muss“, anerkannte Laimer zunächst die Klasse von Messi. Dann wechselte er den Tonfall: „Aber ich weiß nicht, wie viele Fouls die gemacht haben. Gefühlt haben sie 700 Fouls gemacht und eine Gelbe nach 70 Minuten bekommen.“
Laimer kritisierte die Linie des Schiedsrichters deutlich: „Aus welchem Grund auch immer gibt man keine Gelben Karten mehr. Ich darf mich nicht zu viel aufregen – bringt auch nichts. Und dann ist es natürlich schwierig.“ Argentiniens Taktik, den Spielfluss der ÖFB-Elf durch taktische Fouls systematisch zu unterbrechen, ging aus Laimers Sicht komplett straffrei über die Bühne. Eine Vorgehensweise, die bei der Albiceleste seit dem WM-Triumph 2022 zum festen Repertoire gehört.
Österreich gegen Algerien: Finale um das WM-Sechzehntelfinale
Selbstkritik ließ Laimer trotz seiner Frustration nicht vermissen. „Wir haben natürlich auch nicht alles perfekt gemacht. Wir haben einiges gut gemacht, einiges nicht so gut“, ordnete der Mittelfeldspieler ein. Sein Blick richtete sich schnell nach vorne: „Wir regenerieren jetzt, wir wollen das letzte Spiel gewinnen und dann schauen wir, was uns so erwartet.“
Am letzten Spieltag der Gruppe J wird’s für die ÖFB-Elf zum Endspiel: Algerien vs. Österreich (28. Juni, 04:00 Uhr, Kansas-City-Stadion). Die Algerier besiegten Jordanien mit 2:1 und stehen ebenfalls bei drei Punkten. Der Sieger dieses Duells zieht als Gruppenzweiter ins Sechzehntelfinale ein, der Verlierer muss bangen und hoffen, den Weg in die K.o.-Runde als einer der besten acht Gruppendritten antreten zu können. Auch ein Remis würde der ÖFB-Truppe aufgrund der besseren Tordifferenz für Platz zwei reichen.