News zur WM heute: Es ist die Debatte, die die WM 2026 seit Tagen begleitet – der Rasen. Ausgerechnet das Geläuf im New-York-New-Jersey-Stadion – Schauplatz des Endspiels am 19. Juli – steht massiv in der Kritik. Spieler klagen, der Boden gleiche eher Kunstrasen als echtem Grün. Norwegen aber wittert darin sogar einen Vorteil.
Rasen-Streit bei der WM: Norwegen wittert einen Vorteil
Vor dem Schlüsselspiel gegen Senegal (Dienstag, 2 Uhr MESZ) geben sich Erling Haalands Skandinavier kämpferisch. Der Platz sei „hart und kurz“ und „ein bisschen wie Kunstrasen, was gut für uns sein könnte„, sagte Morten Thorsby, wie sport1.de berichtet. Der frühere Union-Berlin-Profi verwies auf die Kunstrasen-Erfahrung einiger Landsleute.
Trainer Ståle Solbakken gab sich deutlich diplomatischer. Der Untergrund sei „anders“, „ziemlich hart und kurz“ – seine Mannschaft müsse damit umgehen, statt nach Ausreden zu suchen. Bei Regen erwarte der Coach ein schnelles Spiel. Derweil betont der Weltverband, alle 16 Spielfelder befänden sich in „hervorragendem Zustand“.
WM-Rasen in der Kritik: Frankreichs Stars klagen, Deschamps erklärt
Andere Teams sehen die Sache weniger gelassen. Nach dem 3:1 gegen Senegal fand Adrien Rabiot drastische Worte. „Der Platz … ich weiß nicht mal, ob man es so bezeichnen kann. Es ist mehr eine ziemlich harte, steife und künstliche Oberfläche“, schimpfte der Franzose, wie sport.de berichtet. Auch Brasiliens Vinícius Júnior hatte den trockenen, schwer bespielbaren Boden bemängelt.
Eine Erklärung für das Phänomen lieferte Didier Deschamps. „Weil hier eine Betonplatte unter dem Rasen ist, sind die Grasfasern sehr kurz“, sagte Frankreichs Trainer laut sport.de. Der Ball springe anders, zudem verändere sich der Platz je nach Bewässerung. Rabiot wiederum hofft schlicht auf besseres Geläuf – die Bedingungen aber seien für beide Teams gleich.
WM-Rasen-Frust: Auch Boston am Pranger – Deutschland kommt bald
Der Ärger ist beileibe nicht neu. Schon nach ihrem 4:1 zum Auftakt gegen Irak im Boston-Stadion hatten die Norweger geklagt. „Es soll keine Entschuldigung sein, aber Fakt ist, der Platz ist stocktrocken“, monierte Solbakken. Mittelfeldmann Sander Berge legte nach: „Selbst wenn man wässert, wird der Platz nach drei Minuten vollständig trocken“, erklärte er, wie sport.de festhält.
Zurück nach East Rutherford: Den umstrittenen Rasen kennt der Senegal bereits aus der Auftaktpleite gegen Frankreich. Und schon am Donnerstag rückt das Stadion erneut in den Fokus – dann bestreitet die deutsche Nationalmannschaft dort ihr letztes Gruppenspiel gegen Ecuador. Bleibt die Frage: Wird der Boden zum entscheidenden Faktor – oder reden sich am Ende nur die Verlierer heraus?
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