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Müller bremst DFB-Euphorie: Deutschland nur WM-Herausforderer?

Deutschland-Fans

DFB-News zur WM heute: Sieben Tore zum Auftakt, ein Schützenfest gegen Curaçao – und trotzdem tritt Thomas Müller auf die Euphoriebremse. Der Ex-Weltmeister rückt die DFB-Elf nicht unter die Topfavoriten, sondern sieht sie als starken Herausforderer. Seine Begründung: ein Vergleich mit der WM 2010. Das berichten unter anderem sport1.de, fr.de und t-online.de.

Müller dämpft die DFB-Euphorie: Deutschland im 2010er-Modus

Trotz des furiosen 7:1 gegen Curaçao will der 36-Jährige die Erwartungen erden. „Vom Vergleich her sehe ich uns eher in so einem 2010er-Modus, dass wir sehr, sehr gute Herausforderer sind“, sagte Müller bei seiner Auszeichnung in New York. Man könne nicht erwarten, dass die Mannschaft von A bis Z in Richtung Titel marschiere.

Der Hintergrund: 2010 stürmte ein blutjunges deutsches Team begeisternd ins Halbfinale und wurde am Ende Dritter. Genau in dieser Rolle sieht der Weltmeister von 2014 die aktuelle Auswahl – voller Potenzial, aber noch nicht am Ziel. Realismus oder Understatement?

Müller über das junges DFB-Team: „Wir entwickeln uns noch“

Die Mannschaft stecke noch mitten in der Entwicklung, betont der 36-Jährige – anders als seine eigene Generation. „Wir sollten uns die Chance geben, dass wir in diese K.o.-Phase reinwachsen und einfach mal die Leistung bewerten. Wir entwickeln uns noch“, erklärte Müller. Beim Triumph 2014 habe sich sein Jahrgang auf dem „Höhepunkt der Entwicklung“ befunden.

Genau hier liegt sein Kern-Anliegen. Müller wünscht sich einen anderen öffentlichen Umgang mit den DFB-Aussichten und stört sich an der reflexhaften Titelfrage. „Seit wir die WM 2014 gewonnen haben […] geht es immer darum, wann wir wieder Weltmeister werden. Und ich würde die Herangehensweise ein bisschen verändern wollen“, so Müller.

Deutschland gegen die Elfenbeinküste: Müllers Appell vor dem Härtetest

Sein Appell ist klar: weniger Endspiel-Träumerei, mehr Geduld. „Wir sollten weniger über das Finale reden, sondern mehr darüber, dass es da einen Weg braucht, und den gehen wir gemeinsam an“, forderte der MagentaTV-Beobachter, der die WM in Nordamerika begleitet. Grundsätzlich traue er dem Team zu, gegen jeden Gegner zu bestehen – nur eben nicht die Rolle des Topfavoriten.

Wie viel Substanz hinter den sieben Toren steckt, zeigt sich schon am Samstag. Dann trifft Deutschland um 22 Uhr (ZDF/MagentaTV) in Toronto auf die Elfenbeinküste. Müller selbst verfolgt das Spektakel von außen – der Ex-Weltmeister steht seit August 2025 bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag.

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