Österreich hat sein WM-Comeback nach 28 Jahren mit einem Sieg gekrönt – aber der WM-Debütant Jordanien machte es der ÖFB-Elf dabei deutlich schwerer als erwartet. Im Auftaktspiel der Gruppe J setzte sich die Mannschaft von Ralf Rangnick im San-Francisco-Bay-Area-Stadion mit 3:1 (1:0) durch. Romano Schmid (20.), ein Eigentor von Al Arab (76.) und ein Arnautovic-Elfmeter in der Nachspielzeit (90.+12) sorgten für den letztlich klaren Endstand. Ali Olwan hatte zwischenzeitlich mit einem Traumtor für den Ausgleich gesorgt (50.).
WM 2026: Schmid schreibt Geschichte – doch Jordanien lässt die ÖFB-Elf zittern
Der Anfang war alles andere als souverän. Schon in der 2. Minute ging ein jordanischer Schuss knapp am Tor vorbei, in der 17. Minute musste ÖFB-Keeper Schlager eine starke Parade auspacken. Dazwischen nutzte Österreich den ersten eigenen Schuss aufs Tor eiskalt: Romano Schmid traf in der 20. Minute zum 1:0 – und schrieb damit Fußballgeschichte. Es war das erste ÖFB-Tor bei einer Weltmeisterschaft seit 1998 in Frankreich. 28 Jahre zwischen zwei WM-Toren, eine ganze Generation.
Nur zwei Minuten nach Schmids historischem Treffer erzitterte der österreichische Pfosten, als Jordanien die Latte traf. Der Außenseiter, bei seiner allerersten WM-Teilnahme, zeigte keinerlei Ehrfurcht vor dem Gegner. Die Statistik untermauert den Eindruck: Elf Torschüsse gaben die Jordanier ab – einer mehr als Österreich (10). Beim Ballbesitz lag die ÖFB-Elf zwar klar vorne (63 zu 37 Prozent), doch von Dominanz konnte in der ersten Halbzeit keine Rede sein.
Fußball-WM: Olwan-Traumtor schockt Österreich – dann entscheidet ein Eigentor
Fünf Minuten nach der Pause der Schock für die ÖFB-Elf: Ali Olwan zog von der linken Seite in die Mitte und schlenzte das Leder herrlich an den Innenpfosten – von dort sprang der Ball in die Maschen. 1:1, ein Traumtor des Jordaniers, das den WM-Debütanten auf Augenhöhe brachte. Die knapp 35.000 Zuschauer in San Francisco staunten nicht schlecht.
In der 67. Minute glaubte Marko Arnautovic den Führungstreffer erzielt zu haben, doch der Schiedsrichter nahm das Tor wegen eines Handspiels zurück. Die Erlösung kam schließlich in der 76. Minute – allerdings unfreiwillig auf jordanischer Seite: Nach einer Ecke beförderte Al Arab das Leder ins eigene Netz. 2:1 für Österreich. In der Schlussphase vergab Arnautovic im Eins-gegen-eins mit dem jordanischen Schlussmann die Chance zum 3:1, auch Jordanien kam noch zweimal zum Abschluss. Erst in der 12. Minute der Nachspielzeit machte Arnautovic per Elfmeter den Deckel drauf – 3:1, der Endstand.
Österreich in WM-Gruppe J: Am Sonntag wartet Weltmeister Argentinien
Drei Punkte zum Auftakt, das Ziel ist erreicht – doch Rangnick wird mit der Leistung nicht restlos zufrieden sein. Gegen den krassen Außenseiter zeigte seine Mannschaft zu viele defensive Nachlässigkeiten, Jordanien war teilweise die gefährlichere Mannschaft. Eine sehr anständige Leistung des WM-Debütanten, der sich mit erhobenem Haupt verabschieden durfte.
Am Sonntag wird die Aufgabe ungleich größer: Im Topspiel der Gruppe J trifft die ÖFB-Elf auf den amtierenden Weltmeister Argentinien (22. Juni, 19:00 Uhr, Dallas-Stadion). Lionel Messi, der beim 3:0 gegen Algerien mit einem Dreierpack den WM-Torrekord von Miroslav Klose einstellte, lauert bereits. Die Defensivarbeit, die gegen Jordanien zu wünschen übrig ließ, muss gegen die Albiceleste eine ganz andere sein. Sonst wird’s ein langer Abend in Texas.
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WM 2026: Tipps & Quoten
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18.06.2026, 01:00 Uhr - BMO FieldUsbekistan - Kolumbien
18.06.2026, 04:00 Uhr - Banorte StadiumTschechien - Südafrika
18.06.2026, 18:00 Uhr - Mercedes-Benz StadiumSchweiz - Bosnien-Herzegowina
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19.06.2026, 00:00 Uhr - BC Place StadiumMexiko - Südkorea
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