WM heute: Eine Woche vor dem Anpfiff der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps deutliche Worte über die DFB-Auswahl gesprochen. Der Welt- und Vize-Weltmeister-Coach traut Deutschland eine prominente Rolle im Turnier zu – und warnt vor einem möglichen Achtelfinal-Duell mit der Équipe Tricolore. Klare Töne von einem Trainer, der vor seinem letzten großen Turnier steht.
Fußball-WM heute: Dechamps-Lob für die DFB-Auswahl
Im Interview mit dem Kicker fand Deschamps deutliche Worte über die deutsche Nationalmannschaft. „Auch wenn Deutschland nicht mehr die Ergebnisse erzielt wie in der Vergangenheit, bleibt es eine der besten Nationen Europas und der Welt. Man muss also weiterhin mit den Deutschen rechnen“, sagte der Franzose. Eine deutliche Wertung, die zeigt: Im Kreis der WM-Favoriten haben die Deutschen bei Deschamps einen festen Platz.
Auch über die Qualität der einzelnen Spieler verlor der 57-Jährige kein Hehl. „Momentan sind wir vom Achtelfinale aber noch weit entfernt. Die Besten sollen sich treffen, aber jeder wird seinen eigenen Weg gehen. Erfolg hängt von vielen Faktoren ab, doch ich bin überzeugt, dass Deutschland mit der individuellen Qualität seiner Spieler eine große Nation bleibt“, erklärte Deschamps gegenüber dem Kicker. Worte, die im DFB-Camp in Chicago durchaus angekommen sein dürften.
Mögliches Duell zwischen Les Bleus und dem DFB schon im WM-Sechzehntelfinale
Konkret werden könnte das Aufeinandertreffen schon in der ersten K.o.-Runde. Wie sport1.de berichtet, könnte es bereits im Achtelfinale zu einem direkten Aufeinandertreffen kommen – vorausgesetzt, beide Nationen werden Gruppensieger. Theoretisch wäre laut fr.de auch ein noch früheres Duell denkbar: Sollten beide Mannschaften ihre Gruppen auf Platz zwei abschließen, könnten sie sich sogar schon im Sechzehntelfinale begegnen.
Eine Konstellation, die durch das auf 48 WM-Teams erweiterte Turnier-Format der WM 2026 entstanden ist. Erstmals gibt es eine Sechzehntelfinale-Runde (Round of 32) vor dem klassischen Achtelfinale. Beide Top-Nationen dürften ohnehin als klare Favoriten ihrer Gruppen gelten – damit wäre das Achtelfinale das wahrscheinliche Stadium für einen Treffer beider Mannschaften.
Frankreich-Gruppe als Stolperstein?
Auch wenn die Bleus zu den Topfavoriten zählen, will sich Deschamps mit dem Status nicht zufriedengeben. Frankreich muss zunächst in der Vorrunde liefern. „Mit den drei Duellen gegen Senegal, Norwegen und den Irak müssen wir in der stärksten Gruppe des Turniers bestehen“, sagte er im Kicker-Interview.
Senegal trifft Frankreich am 16. Juni, der Irak am 22. Juni, Norwegen am 26. Juni. Drei Gegner, die Deschamps offenbar mit höchstem Respekt angeht. „Angesichts dessen, was wir bisher erreicht haben, gehören wir zu den Favoriten, das ist Tatsache. Aber wir sind nicht die Einzigen. Wie vor jedem großen Turnier werden sieben oder acht Mannschaften den Titel holen wollen. Auf dem Papier Favorit zu sein, ist die eine Sache, aber die einzige Wahrheit, die zählt, ist die auf dem Spielfeld.“
Bilanz spricht für Deschamps
Sollte es tatsächlich zu einem Duell mit Deutschland kommen, hätte Deschamps gute Argumente auf seiner Seite. Wie fr.de und sport.de aufgreifen, hat sich der Trainer in drei direkten Turnier-Duellen gegen die DFB-Auswahl bislang zweimal durchgesetzt: bei der EM 2016 im Halbfinale (2:0) und bei der EM 2020 (1:0). Der einzige deutsche Erfolg datiert vom WM-Viertelfinale 2014 in Rio de Janeiro – dem Trip in Richtung WM-Titel.
Fußball-WM 2026: Das letzte Turnier eines großen Trainers
Pikant ist der Kontext der WM 2026 für Deschamps selbst. Nach 14 Jahren als französischer Nationaltrainer wird das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko sein letztes Großereignis im Amt sein. „Ich war elf Jahre lang Spieler und 14 Jahre lang Trainer der französischen Nationalmannschaft. Ich gebe das Schönste auf, was mir in meinem Berufsleben passiert ist“, sagte er dem Kicker.
Allerdings ist der 57-Jährige damit noch nicht im Ruhestand. „Ich habe nicht vor, Musik zu machen oder zu backen. Ich weiß nicht, wann und wo, aber ich werde etwas anderes nach der Nationalmannschaft machen“, betonte Deschamps abschließend.
Klar ist: Vor der eigenen Zukunft will der Welt- und Vize-Weltmeister-Trainer noch einmal mit Frankreich angreifen – und im Idealfall den dritten Stern an die Bleus-Brust heften.
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