Fußball heute: Beim 1. FC Union Berlin steht der neue Cheftrainer für die kommende Bundesliga-Saison fest. Der Schweizer Mauro Lustrinelli wechselt vom FC Thun an die Alte Försterei – kurz nach seinem Sensations-Meistertitel mit dem Aufsteiger in der Schweizer Super League. Die Ablösesumme beträgt rund eine Million Euro. Mit Lustrinelli folgt Union einer alten Tradition: Auch der frühere Erfolgs-Coach Urs Fischer kam einst aus der Schweizer Liga.
Lustrinelli-Wechsel: Million Euro Ablöse, Vertrag bis 2028 aufgelöst
Wie t-online berichtet, hat Union Berlin am Donnerstagnachmittag die Verpflichtung von Mauro Lustrinelli offiziell bekanntgegeben. Wie Sky ergänzt, hat sich Union mit dem FC Thun auf eine Ablöse von rund einer Million Euro geeinigt – der 50-jährige Coach hatte einen Vertrag bis 2028 in Thun.
Die Übereinkunft kam schnell zustande. Wie Sky dokumentiert, waren sich Lustrinelli und Union bereits seit dem vergangenen Wochenende mündlich einig – nur der FC Thun musste noch zustimmen. Am Donnerstagmorgen unterzeichnete der Schweizer dann seinen neuen Vertrag in Berlin. Die Vereinsführung um Geschäftsführer Horst Heldt und Präsident Dirk Zingler hatte in den vergangenen Tagen intensive Gespräche mit dem Trainer geführt.
Thun-Märchen: Vom Aufsteiger zum Schweizer Meister
Lustrinellis Geschichte ist bemerkenswert. Wie fussballtransfers einordnet, übernahm er den FC Thun bereits 2022. In der Saison 2024/25 gelang ihm der Aufstieg in die Super League – und in der unmittelbar folgenden Spielzeit 2025/26 die Schweizer Meisterschaft. Eine sportliche Sensation, wie es sie in der Schweizer Liga seit Jahrzehnten nicht gegeben hatte.
Bemerkenswert: Wie Sky in einer Rückschau dokumentiert, war Lustrinelli bereits im Winter bei mehreren Bundesligisten ein heißes Thema. Der Schweizer blockte allerdings alle Angebote ab, um die Mission Thun-Meistertitel nicht zu gefährden. Nach dem Meistercoup wurde das Interesse aus Deutschland und Italien dann noch konkreter – Union setzte sich am Ende durch.
Heldt-Statement: „Junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein“
Union-Geschäftsführer Horst Heldt zeigte sich vom neuen Cheftrainer überzeugt. „Mauro Lustrinelli hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Qualität, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu begeistern“, erklärte Heldt laut fussballtransfers.
Auch sportlich passe Lustrinelli ins Union-Profil. „Zudem entspricht seine Art, Fußball spielen zu lassen, unseren Vorstellungen. Wir wollen aktiver spielen, verstärkt junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein“, so der Geschäftsführer weiter. Der Schweizer Coach gilt als ausgezeichneter Motivator und steht für geradlinigen, offensiven Fußball – Eigenschaften, die nach der schwierigen Saison 2025/26 in Köpenick benötigt werden.
Fischer-Parallele und der Co-Trainer von einst
Mit Schweizer Trainern hat Union Berlin gute Erfahrungen gemacht. Wie Spiegel ausführt, prägte Urs Fischer den Verein von 2018 bis 2023 in der erfolgreichsten Ära der Vereinsgeschichte – inklusive Bundesliga-Aufstieg, Europa-League-Spielen und Champions-League-Premiere. Bemerkenswert: Lustrinelli und Fischer kennen sich gut. Im Jahr 2013 arbeitete Lustrinelli sogar als Co-Trainer unter Fischer beim FC Thun.
Sportlich war Lustrinelli vor seiner zweiten Thun-Karriere von 2018 bis 2022 als Schweiz-U21-Nationaltrainer engagiert. Während seiner aktiven Karriere als Stürmer erzielte er 51 Tore in 112 Spielen für Thun – ist also auch als Spieler eine Vereinsikone. Mit der A-Nationalmannschaft seines Landes kam er auf insgesamt mehrere Länderspiele zwischen 2005 und 2008.
Eta wechselt zu Union-Frauen – Nachfolger gefunden
Interimstrainerin Marie-Louise Eta, die in der laufenden Spielzeit als erste Frau in der Bundesliga-Geschichte einen Männerklub gecoacht hatte, übernimmt eine neue Rolle. Wie t-online berichtet, wird die 34-Jährige künftig die Union-Frauen trainieren. Eta hatte am 11. April 2026 von Steffen Baumgart übernommen und Union zum Klassenerhalt geführt – fünf Pflichtspiele unter ihrer Leitung waren ihre Bewährungsprobe.
Wie der Spiegel einordnet, ist Lustrinelli bereits der sechste Trainer seit dem Ende der Fischer-Ära 2023. Vor ihm waren Marco Grote, Nenad Bjelica, Bo Svensson, Steffen Baumgart und Eta in der Verantwortung – allesamt zumeist nur für kurze Episoden. Baumgart hatte sich mit 464 Tagen am längsten im Amt gehalten. Klar ist: Mit dem Schweizer Meistercoach versucht Union, an die erfolgreichen Fischer-Jahre anzuknüpfen. Sportlich geht es um eine Stabilisierung der Mannschaft, die Integration junger Talente und eine Rückkehr ins europäische Geschäft.
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