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Handball heute: THW Kiel steckt in schwerer Krise – die Gründe

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Handball heute: Viele Chancen bleiben dem stolzen THW Kiel nicht mehr, um die Saison zu retten. In der Bundesliga stand für den deutschen Handball-Rekordmeister schon vor der 28:35-Heimniederlage gegen den aktuellen Titelträger Füchse Berlin fest: Mehr als Platz fünf geht wohl nicht mehr für die „Zebras“. Um die aktuelle Spielzeit doch noch zu einem ordentlichen Ende zu bringen, bleibt den Kielern nur noch ein Erfolg beim Final Four der European League, das am 30. und 31. Mai in Hamburg ausgespielt wird. Wie konnte es für die erfolgsverwöhnten Kieler so weit kommen? Die Gründe sind vielfältig.

THW Kiel im Pech mit Verletzungen

Bei der Erklärung der Krise spielen mit Sicherheit die vielen Verletzten eine Rolle. Der spanische Torwart Gonzalo Perez de Vargas kam mit den Spätfolgen eines Kreuzbandrisses an die Förde, der dänische Linkshänder Emil Madsen fällt seit Oktober aus und kämpft um sein Comeback. Aktuell fehlt zudem der Färinger Elias Ellefsen á Skipagøtu, der den THW mit seiner dynamischen Spielweise zumindest vorübergehend wieder in die Nähe der aktuellen Top-Clubs SC Magdeburg und Füchse Berlin gebracht hatte.

Bei der bitteren 25:33-Pleite gegen Kellerkind HSG Wetzlar fehlten auch der Schwede Eric Johansson und der Österreicher Nikola Bilyk. „Wenn mehrere Rückraumspieler gleichzeitig fehlen, ist man nicht mehr konkurrenzfähig“, sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi den Kieler Nachrichten. Der kurzfristig nachverpflichtete Ägypter Mohab Abdelhak kommt kaum über die Rolle eines Sparringspartners in den Trainingseinheiten hinaus.

Kritik am Spielsystem des THW

Kritisiert wird auch immer wieder die Spielweise der Kieler. Coach Jicha, dessen ursprünglich im Sommer auslaufender Vertrag im Oktober vergangenen Jahres vorzeitig bis 2028 verlängert wurde, setzt häufig auf das Spiel mit einem zusätzlichen Akteur anstelle des Torwarts. Dieses Sieben-gegen-Sechs birgt Chancen und Risiken zugleich. Guten Torgelegenheiten stehen einfache Gegentreffer entgegen.

Auch Experten liegen bei der Einschätzung des THW falsch

Auch Experten wie Stefan Kretzschmar wurden von den „Zebras“ überrascht: „Auf Platz zwei wird am Ende der Saison der THW Kiel landen. Weil der THW Kiel kein Spiel mehr verliert“, hatte der frühere Nationalspieler Anfang April mutig vorausgesagt. Es folgte nur ein Sieg in den folgenden fünf Liga-Partien.

Immerhin: Zumindest zeitweise wussten die Kieler gegen die Füchse zu überzeugen. „Auf den ersten 50 Minuten gegen diese Mannschaft können wir aufbauen, auf der heute gezeigten Leidenschaft können wir aufbauen“, sagte THW-Coach Filip Jicha. Der 44-jährige Tscheche dachte dabei schon an die letzte Chance, um die Saison zu retten, das Final Four der European League.

THW Kiel News: Durch European-League-Titel doch noch in die Champions League?

Nachdem die Kieler sich im Siebenmeterwerfen gegen das kroatische Team RK Nexe Nasice in Finalturnier gezittert hatten, treffen sie im Halbfinale – wie schon im vergangenen Jahr – auf Montpellier HB aus Frankreich. Das klare Ziel ist es, Revanche für die Niederlage von 2025 zu nehmen und sich dann in einem möglichen Endspiel gegen die Bundesliga-Rivalen SG Flensburg-Handewitt oder MT Melsungen mit dem Titel zu krönen.

Denn: Der Gewinn des zweitwichtigsten Europa-Pokals im Vereinshandball bringt im Idealfall einen Startplatz in der Champions League mit sich, hängt aber nach einer komplizierten Startplatz-Reform der Europäischen Handball-Föderation von anderen Konstellationen ab. Der einfachste Weg wäre ein Sieg der Kieler in der European League, wenn sich die Füchse gleichzeitig über Platz zwei in der Bundesliga direkt für die Königsklasse qualifizieren.

Das Kieler Ziel: Mit neuen Toptransfers zurück an die Bundesliga-Spitze

Die Champions League ist nach eigener Ansicht der Platz, wo der THW hingehört. Zuletzt war dies in der Saison 2024 der Fall. Die letzte der insgesamt 23 Meisterschaften der Kieler stammt aus dem Jahr 2023.

Mit einer größeren Transferoffensive wollen die Kieler in den nächsten Jahren dann auch in der Bundesliga wieder angreifen. Mit den Neuzugängen Julian Köster (VfL Gummersbach), Domen Makuc (FC Barcelona) und Justus Fischer, der aber erst zur Saison 2027/28 von der TSV Hannover-Burgdorf kommt, soll die Champions League wieder Normalität werden, nicht nur eine Hintertür-Option.

(dpa)

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