Borussia Dortmund hat sich am Samstagnachmittag beim VfL Wolfsburg zu einem späten 2:1-Sieg gezittert. In einer dramatischen Schlussphase sicherte Serhou Guirassy den Gästen drei wichtige Punkte im Titelrennen. Der Erfolg für das Team von Niko Kovac war am Ende jedoch schmeichelhaft, da die „Wölfe“ vor allem in der zweiten Halbzeit das gefährlichere Team waren und gleich zweimal am Aluminium scheiterten. Durch den Dreier rückt der BVB zumindest bis Sonntagabend bis auf drei Zähler an die Bayern heran.
Dortmunder Führung und Wolfsburger Alu-Pech
Dortmund startete druckvoll und ging in der 38. Minute verdient in Führung. Nach einer Ecke von Ryerson schraubte sich Julian Brandt am kurzen Pfosten hoch und köpfte den Ball zum 0:1 ins Netz. Zuvor hatte Maximilian Beier bereits die Latte getroffen (32.). Nach dem Seitenwechsel drehte Wolfsburg jedoch auf: In der 52. Minute nutzte Konstantinos Koulierakis eine Freistoßflanke von Maximilian Arnold und wuchtete das Leder per Kopf zum 1:1-Ausgleich unter die Latte. In der Folge drückte der VfL auf den Sieg, doch Majer (80.) und erneut Arnold per Fernschuss (90.+1) trafen für die Niedersachsen lediglich das Aluminium.
Schlotterbeck-Sperre trübt die Jubelstimmung
Trotz des Erfolgs gab es für den BVB einen bitteren Wermutstropfen. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck sah in der 51. Minute nach einem absichtlichen Handspiel die Gelbe Karte. Da es seine fünfte Verwarnung der laufenden Saison war, wird die defensive Säule am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 gesperrt fehlen. Die Szene war doppelt schmerzhaft, da der aus dem Handspiel resultierende Freistoß direkt zum Wolfsburger Ausgleich führte.
Guirassy sticht spät – Debüt für Youngster Reggiani
Als vieles bereits nach einem Unentschieden aussah, schlug Dortmunds Torjäger eiskalt zu. In der 87. Minute kombinierte sich der BVB durch das Zentrum; über Felix Nmecha und den eingewechselten Fabio Silva gelangte der Ball zu Serhou Guirassy, der aus halblinker Position zum 1:2-Endstand vollstreckte. In der fünfminütigen Nachspielzeit drehte Kovac noch einmal an der Uhr und verhalf dem 18-jährigen Luca Reggiani zu seinem Bundesligadebüt (90.+5). Während Wolfsburg für einen hohen Aufwand nicht belohnt wurde, bewies der BVB die nötige Effizienz, um im Meisterschaftskampf dranzubleiben.