Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Gegen den Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart feierten die Hamburger einen leidenschaftlich erkämpften 2:1-Heimerfolg. Dies ist der erste dreifache Punktgewinn für die Kiezkicker seit Mitte Dezember, während die Schwaben ihre erste Saisonniederlage im Kalenderjahr 2026 hinnehmen mussten. Die Gäste wirkten nach den intensiven Wochen der Doppelbelastung phasenweise müde und fanden kein Mittel gegen die kompakte Defensive der Hausherren.
Saliakas sorgt für die verdiente Pausenführung für St. Pauli
In einer intensiven ersten Hälfte agierte St. Pauli von Beginn an extrem griffig und mutig. Obwohl der VfB Stuttgart über weite Strecken mehr Spielanteile besaß, fehlte der Mannschaft von Sebastian Hoeneß die nötige Durchschlagskraft im letzten Drittel. In der 35. Spielminute belohnten sich die Hamburger schließlich für ihren Aufwand: Nach einer flachen Hereingabe von Pyrka ließ Sinani den Ball geschickt passieren, sodass Manolis Saliakas aus rund 16 Metern präzise in die rechte Ecke vollenden konnte. Stuttgart hatte zuvor lediglich durch Chris Führich und einen Pfostenkopfball von Deniz Undav gefährliche Akzente gesetzt.
St. Pauli vs. Stuttgart: Strafstoß bringt die Vorentscheidung am Millerntor
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. In der 55. Minute unterlief dem Stuttgarter Chris Führich ein folgenschweres Missgeschick, als ihm der Ball im eigenen Sechzehner ohne Einwirkung eines Gegners an die Hand sprang. Nach einem Eingriff des Video-Assistenten entschied Schiedsrichter Benjamin Brand auf Elfmeter. Danel Sinani behielt die Nerven und erhöhte souverän auf 2:0. Der VfB war in der Folge zwar optisch überlegen, biss sich aber am engmaschigen Abwehrriegel der Hanseaten fest, die zudem durch Kaars die Riesenchance auf einen dritten Treffer vergaben.
Später Anschlusstreffer ändert nichts am Heimsieg
Die Schlusshase im ausverkauften Millerntor-Stadion wurde noch einmal hektisch. In der 90. Minute gelang dem eingewechselten Jamie Leweling zwar noch das Tor zum 1:2, doch der Treffer kam für eine echte Aufholjagd zu spät. Laut der Spielanalyse war der Sieg für St. Pauli aufgrund der deutlich höheren Anzahl an Torschüssen (15 zu 8) absolut verdient. Während sich St. Pauli damit bis auf zwei Zähler an die Nichtabstiegsplätze herankämpft, bedeutet das Ergebnis für Stuttgart einen herben Rückschlag im Rennen um die internationalen Plätze.