Vier Tore in fünf Pflichtspielen – Niclas Füllkrug knipst nach seiner Rückkehr zu Werder Bremen wieder in alter Manier. Wie Opta ermittelt hat, entspricht diese Ausbeute exakt jener der beiden gesamten Spielzeiten zuvor. Für den 33-Jährigen, der auf Leihbasis an die Weser zurückkehrte, ist das eine bemerkenswerte Wiederauferstehung.
Werder Bremen: Füllkrug trifft wieder wie am Fließband
Gegen Leipzig, Köln und Augsburg war der Mittelstürmer in der Liga erfolgreich, im DFB-Pokal kam ein Treffer gegen den LSK Hansa hinzu. Damit hat er nach wenigen Wochen bereits eine Quote aufgelegt, die er zuletzt über Jahre vergeblich suchte. Für die Hanseaten ist das der wichtigste Faktor eines ordentlichen Saisonstarts.
Selbst der Angreifer wirkt über die Leichtigkeit seiner Rückkehr verwundert. „Wie geht das, dass ich dieses Trikot anziehe und wieder treffe, wie ich will?“, fragte er sich zuletzt selbst. Eine Frage, die sich beim Blick auf die vorangegangenen Stationen fast von selbst beantwortet – denn anderswo lief bei ihm kaum etwas zusammen.
Niclas Füllkrug: In London und Mailand blieb der Knoten zu
2024 hatte ihn West Ham United für 27 Millionen Euro aus Dortmund verpflichtet, im Januar 2026 folgte der Wechsel zur AC Mailand. Beide Kapitel verliefen enttäuschend. Laut der Datenanalysten kam der Stürmer in 49 Einsätzen für die beiden Klubs zusammen lediglich auf vier Tore – so viele, wie ihm nun binnen fünf Partien gelangen.
Ganz anders sieht seine Bilanz an der Weser aus. Von 2019 bis 2023 lief er bereits für die Grün-Weißen auf und erzielte in dieser Zeit 49 Treffer, ehe ihn der BVB für 17 Millionen Euro loseiste. Offenbar findet der Routinier in vertrauter Umgebung jene Selbstverständlichkeit wieder, die ihm in England und Italien abhandenkam.
Füllkrug über die DFB-Frage: „Das finde ich nicht so cool“
Naheliegend ist angesichts dieser Form die Frage nach einer Rückkehr in die Nationalmannschaft. Am Sky-Mikrofon gab sich der Angreifer mit Blick auf Jürgen Klopp jedoch demonstrativ gelassen: „Ich erwarte gar keinen Anruf, ich brauche keine Anrufe. Ich spiele hier für Werder. Das ist das Wichtigste für mich. Alles andere liegt nicht bei mir. Das möchte ich auch nicht kommentieren, das finde ich nicht so cool.“
Voll konzentriert auf den Verein dürfte er auch am kommenden Spieltag sein. Die Bremer stehen nach vier Runden mit sieben Zählern auf Platz acht und gastieren nach der Länderspielpause ausgerechnet bei Borussia Dortmund. Für den Stürmer ist es ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub – und die perfekte Bühne, um seine Torserie fortzusetzen.
