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Borussia Dortmund: Das gab es erst dreimal – wovon BVB-Fans jetzt träumen

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Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte – mit dieser makellosen Bilanz grüßt Borussia Dortmund von der Tabellenspitze, zwei Zähler vor dem FC Bayern. Wie Opta ermittelt hat, gelang den Schwarz-Gelben ein solcher Saisonstart erstmals seit elf Jahren. Nach Jahren der Mentalitätsdebatten wirkt die Mannschaft wie ausgewechselt.

BVB mit Traumstart: Erstmals seit elf Jahren vier Siege zum Auftakt

Erst zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte starteten die Westfalen mit vier Erfolgen in eine Bundesliga-Saison. Zuvor war das 2001/02, 2013/14 und 2015/16 der Fall. Ein gutes Omen: In der ersten dieser Spielzeiten holte der Klub die Meisterschaft, in den beiden anderen reichte es jeweils zur Vizemeisterschaft.

Auffällig ist dabei weniger die Ausbeute als die Art, wie sie zustande kommt. Diszipliniert und effizient, ohne übertriebene Schnörkel, spult das Team seine Aufgaben ab. Gegen den HSV (2:0) und Paderborn (3:0) gab es souveräne Heimsiege, die aussagekräftigsten Auftritte lieferte die Elf jedoch in der Fremde.

Borussia Dortmund dreht in Hoffenheim ein 0:2

Beim VfB Stuttgart reichte ein knappes 1:0, bei der TSG Hoffenheim ein 3:2 – obwohl die Borussia zwischenzeitlich mit 0:2 zurücklag. Genau bei solchen Partien wurden in der Vergangenheit oftmals Punkte liegengelassen. Nun legt der BVB eine Widerstandsfähigkeit an den Tag, die lange Zeit fehlte.

Verantwortlich dafür ist vor allem Niko Kovac. Seit seiner Übernahme im Februar 2025 kommt der Kroate in 79 Pflichtspielen auf einen Punkteschnitt von 2,03. Nach seinen Stationen in Frankfurt, München und Wolfsburg hat er in Dortmund eine Siegermentalität etabliert, die viele Anhänger jahrelang vermissten – als Punkte manchmal noch leichtfertig verspielt wurden. Zum Vergleich: Nuri Sahin holten mit dem BVB 1,48 Punkte pro Spiel, Edin Terzic 1,93 Punkte pro Spiel, Marco Rose 1,85 Punkte pro Spiel.

Kann der BVB die Bayern unter Niko Kovac ernsthaft angreifen?

Rechnet man das 3:2 zum Champions-League-Auftakt gegen Villarreal hinzu, stehen sechs Pflichtspielsiege in Folge zu Buche. Zudem kassierte kein Bundesligist bislang weniger Gegentore – nur zwei in vier Partien. Offensive Zielstrebigkeit trifft auf defensive Stabilität, eine Kombination, mit der sich der Rekordmeister auf Dauer herausfordern lässt.

Nach der Länderspielpause warten Werder Bremen und Union Berlin in der Liga sowie Bodø/Glimt und Sabah FK in der Königsklasse. Allesamt Gegner, gegen die die Serie auf dem Papier weiterlaufen kann. Für ein echtes Titelrennen ist es noch zu früh – doch dieser BVB liefert seinen Fans reichlich Grund zum Träumen.

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