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Borussia Mönchengladbach: „Das wird er sich nicht antun“

Gladbach-Fans

Noch nie ist Borussia Mönchengladbach so schlecht in eine Saison gestartet. Vier Niederlagen, 16 Gegentore und der letzte Tabellenplatz stehen zu Buche. Nach dem 0:5 gegen Freiburg musste Eugen Polanski gehen, doch auch ohne ihn setzte es ein 3:4 gegen Mainz 05. Einen Nachfolger für den freigestellten Coach präsentierte der Klub bislang noch nicht. In seiner Kolumne bei Sky hat sich nun Klub-Legende Lothar Matthäus zur Lage geäußert.

Borussia Mönchengladbach: Matthäus hält Rettung für möglich

Aufgeben will der Weltmeister seinen Herzensverein keineswegs. „Die Borussia ist auf jeden Fall zu retten. Es ist nicht aussichtslos, aber es ist traurig, was aus dieser Borussia geworden ist – vor allem in den ersten vier Spielen“, schrieb Matthäus.

Besonders schmerzhaft sind für den Rekordnationalspieler die Auftritte vor eigener Kulisse. „Zuhause haben sie zweimal vier Gegentore kassiert – gegen Mainz und gegen Elversberg jeweils nach Führung mit diesem fantastischen Publikum im Rücken. Das ist eigentlich das Faustpfand, was sie noch so ein bisschen in der Hand haben“, betonte er. Zwei verspielte Vorsprünge im Borussia-Park kosteten die Fohlen wertvolle Zähler.

Gladbach-Legende Matthäus prophezeit eine Saison im Tabellenkeller

Entsprechend nüchtern fällt seine Prognose für die kommenden Monate aus. „Ich hoffe, dass schnellstmöglich nach der Länderspielpause die Wende gelingt, weil sie brauchen unbedingt Punkte. Ich gehe nach diesem Start davon aus, dass sie die ganze Saison gegen den Abstieg spielen werden“, so der 150-malige Nationalspieler. Ein bitteres Szenario für einen Klub mit dieser Tradition.

Überraschend sei das mit Blick auf das Personal allerdings nicht. „Auch von der Kaderstärke her kann man nicht sagen, dass sie einen einstelligen Tabellenplatz erreichen muss. Der Kader ist so zusammengestellt, wie es die wirtschaftliche Lage zugelassen hat“, erklärte der Experte.

Christian Streich als BMG-Trainer? Matthäus hat Zweifel

Angesprochen auf Christian Streich als möglichen neuen Coach, zog der Ex-Profi einen historischen Vergleich. „Bei Herrn Streich denke ich an so jemanden wie Lucien Favre, den Jahrhunderttrainer, und an die große Zeit. Aber das war ja im letzten Jahrhundert“, schrieb er. Der Schweizer gilt bis heute als Symbolfigur der erfolgreichsten jüngeren Gladbacher Epoche.

Zugetraut hätte er dem langjährigen Freiburger eine ähnliche Wirkung durchaus. „Lucien Favre hat den Verein in kurzer Zeit im Griff gehabt. Das würde ich Herrn Streich aufgrund seiner Erfahrung und seiner Art und Weise auf jeden Fall zutrauen. Aber ich glaube, Herr Streich wird sich das nicht antun“, so Matthäus. Wer auch immer übernimmt, trifft nach der Pause auf Köln, Hoffenheim und Stuttgart – ein Programm ohne Verschnaufpause.

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