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Eintracht Frankfurt: So hat Adi Hütter die Wende geschafft

Eintracht-Frankfurt-Fans

Fußball heute: Zweimal binnen einer Woche hat Eintracht Frankfurt den Hamburger SV besiegt. Nach dem Pokal-Erfolg folgte am Sonntag ein 3:1-Heimsieg in der Bundesliga, mit dem die Mannschaft auf Rang acht kletterte. Großen Anteil am Aufschwung hat Trainer Adi Hütter (56), der mit klaren Entscheidungen den Kurs vorgibt. Das berichten hessenschau.de und fr.de.

Eintracht Frankfurt: Zweiter Sieg gegen den HSV binnen einer Woche

Euphorisch wirkte der Coach trotz des Erfolgs nicht. „Wir sind noch lange nicht da, wo wir sein wollen“, betonte Hütter laut hessenschau.de. „Aber wir haben jetzt zweimal in einer Woche gegen den HSV gewonnen. Ich habe viel gesehen, mit dem ich mich anfreunden kann.“ Für den Österreicher ist es eine Bestätigung auf einem langen Weg.

Vor drei Wochen sah die Welt noch ganz anders aus. Nach der 6:0-Auswärtsniederlage in Leipzig hat sich die Eintracht gefangen und drei der vergangenen vier Spiele gewonnen, gegen den HSV gelang der zweite Heimsieg in Folge. Fußballerisches Feuerwerk bietet das Team zwar noch nicht, auch einige Unwuchten sind geblieben. Die Ergebnisse stimmen aber wieder.

Adi Hütter: Klare Kante in der zweiten Amtszeit

Unbequeme Entscheidungen hat Hütter in seiner zweiten Amtszeit bei der Eintracht nicht gescheut und dabei auch in Kauf genommen, Spieler zu verärgern. Schwächen im Kader sprach er intern an, nutzte sie aber nie als Ausrede – auch nicht nach dem Abschied von Sportdirektor Markus Krösche. Seinen gewohnten Vollgas-Fußball stellte er dafür vorerst zurück.

Wie konsequent er vorgeht, bekam Kapitän Robin Koch zu spüren. Nach einem holprigen Saisonstart nahm Hütter ihn in Leipzig zur Pause vom Platz und gab später zu, damit ein Zeichen setzen zu wollen. Gleichzeitig stärkte er dem Abwehrchef den Rücken, forderte aber eine klare Steigerung. Seitdem wirkt Koch wie ausgewechselt.

SGE-Star Can Uzun: Die Botschaft ist angekommen

Ähnlich erging es Can Uzun, dem besten Spieler der Mannschaft. Gegen den 1. FC Köln und Borussia Dortmund ließ Hütter ihn rund 170 Minuten auf der Bank. Öffentlich hatte er gewarnt, dass die Karriere des Offensivspielers ins Stocken geraten könne, wenn er seine Defensivaufgaben nicht annehme. Die Botschaft ist offenbar angekommen.

In beiden Duellen mit dem HSV stand Uzun wieder in der Startelf. Im Pokal bereitete er zwei Tore vor, am Sonntag spielte er den Steilpass vor dem Eigentor zum 1:0 und eroberte den Ball vor dem 3:1 durch Younes Ebnoutalib. „Wenn ich sehe, wie Can Uzun heute geackert hat. Das ist das, was ich sehen will: Es geht um Entwicklung“, lobte Hütter.

Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt: Hütters Sturm-Rotation

Bewusst rotiert der Trainer im Sturm zwischen den Nationalspielern Ebnoutalib und Jonathan Burkardt, Alternativen im Angriffszentrum gibt es keine. Beide liefern: Im Pokal traf Burkardt als Starter und legte ein Tor auf, Joker Ebnoutalib traf ebenfalls. Am Sonntag begann Ebnoutalib und erzielte sein achtes Pflichtspieltor der Saison, Burkardt setzte als Einwechselspieler Akzente.

Hinter der Rotation steckt ein Plan. „Ich habe keinen Zauberstab“, sagte Hütter. „Ich habe mit den Jungs gesprochen. Das sind Entscheidungen, die nicht aus dem Bauch herauskommen, sondern strategisch sind“, erklärte er. Nach einer Woche mit der 1:0-Auswärtsniederlage in Dortmund und dem 1:3-Auswärtssieg im Pokal in Hamburg war das Durchwechseln gezielt geplant.

Eintracht News: Burkardt erstmals nur Joker

Burkardt musste deshalb erstmals in dieser Saison auf die Bank. Weil Hütter am 4-2-3-1 festhielt, konnte nur einer der beiden Stürmer beginnen. „Jeder will spielen. Ich habe immer die undankbare Aufgabe, dass ich den ein oder anderen Spieler draußen lassen muss“, so der Coach. Seine Profis würden die Situation aber annehmen und ihre Leistung bringen.

In seinen 16 Minuten auf dem Platz bewies der 26-Jährige genau das. Er warf sich in jeden Zweikampf und gewann fünf seiner neun Duelle. Mit voller Kapelle muss Hütter nun häufiger schwierige Entscheidungen treffen – ein Luxusproblem, das den Konkurrenzkampf im Kader zusätzlich anheizt und keinem Spieler einen Stammplatz garantiert.

Bundesliga: Hütter sieht die Eintracht „auf dem richtigen Weg“

Auch in der Abwehr geht es voran. Die Defensive steht deutlich stabiler als noch vor einigen Wochen, fertig ist sie aber nicht. Noch immer unterlaufen der Mannschaft zu viele Fehler, es fehlt an Widerstandsfähigkeit, und die richtige Besetzung auf den Außenverteidiger-Positionen ist noch nicht gefunden. Hütter bleibt dennoch klar: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Flexibel zeigt sich der Trainer auch taktisch. Mit 4-2-2-2, 3-4-2-1 und 4-2-3-1 hat er bereits mehrere Systeme eingesetzt, was die Eintracht für Gegner schwerer ausrechenbar macht. Gelingt es ihm weiterhin, seine Spieler mit gezielten Wechseln bei Laune zu halten, kann das Team laut fr.de um die Europapokal-Plätze mitspielen.

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