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Borussia Mönchengladbach: Diesen Negativrekord will niemand haben

Gladbach-Fans

Fußball heute: Borussia Mönchengladbach steht vor einem unrühmlichen Bundesliga-Rekord. Verliert der Tabellenletzte am Sonntag (17:30 Uhr, DAZN) gegen den Vorletzten TSG Hoffenheim, wäre es die sechste Niederlage im sechsten Saisonspiel, wie Bild berichtet. Hoffnung machen laut absolutfussball allerdings gleich mehrere Rückkehrer.

Borussia Mönchengladbach: Ein Negativrekord droht

Das Blatt spricht vom „Not-gegen-Elend-Duell“. Sechs Niederlagen zum Saisonstart haben bislang nur der VfL Bochum (2022/23), der 1. FSV Mainz 05 (2020/21) und Fortuna Düsseldorf (1991/92) kassiert. Gladbach wäre damit erst der vierte Klub mit einem solchen Fehlstart. Für Trainer Alexander Blessin (53) zählt deshalb nur ein Sieg.

Noch brisanter würde es eine Woche später. Am 23. Oktober (20:30 Uhr) reist Gladbach zum VfB Stuttgart, und noch nie hat ein Team seine ersten sieben Bundesligaspiele verloren. Selbst Tasmania Berlin, die „Legende“ unter den schwächsten Bundesliga-Teams, hatte nach sechs Partien bereits einen Sieg eingefahren.

BMG-Statistik: Schlechtester Start der Vereinsgeschichte

Die Zahlen sind ernüchternd. Null Punkte aus fünf Spielen bedeuten den schlechtesten Bundesliga-Start der Vereinsgeschichte, wie absolutfussball schreibt. Mit 18 Gegentoren stellt Gladbach zudem die anfälligste Abwehr der Liga und kassiert im Schnitt mehr als drei Treffer pro Partie. Genau dort muss die Wende beginnen.

Besiegelt wäre ein Abstieg bei einer weiteren Pleite allerdings keineswegs. Von den drei Klubs, die ihre ersten sechs Spiele verloren, musste nur Düsseldorf am Ende den Gang in die 2. Liga antreten. Bochum und Mainz retteten sich dagegen. Für die Borussia ist das zumindest ein kleiner Trost.

Alexander Blessin: Leichte Fortschritte im Derby

Blessins Premiere endete mit einem 1:2 im 101. rheinischen Derby beim 1. FC Köln, anschließend mussten sich Team und sportliche Leitung den wütenden Gästefans stellen. Viele in Gladbach sahen in der Partie dennoch ein Hoffnungszeichen. Die Handschrift des neuen Trainers war erkennbar, die Abwehr stand etwas stabiler als zuvor.

Dass Hoffenheim unter ähnlichem Druck steht, spielt für Blessin keine Rolle. „Wir wissen alle, dass irgendwann die Punkte kommen müssen, deswegen ist es egal, gegen wen wir spielen“, sagte er laut Bild. Vorsichtig optimistisch ist er trotzdem. „Wir haben ein gutes Grundgerüst gefunden, an dem wir jetzt dranbleiben“, erklärte der 53-Jährige.

Gladbach-Rückkehrer: Itakura, Konoplja, Kühn und Castrop

Personell entspannt sich die Lage. Der japanische Nationalspieler Ko Itakura hat seine Sprunggelenksprobleme überwunden. Der Ukrainer Juchym Konoplja feierte nach einem Teilriss des Innenbands in einem Testspiel in Siegen sein Comeback und stand in Köln bereits im Kader. Gerade die löchrige Defensive erhält damit dringend benötigte Verstärkung.

Nicolas Kühn hat seine Reha ebenfalls abgeschlossen und trainiert mit der Mannschaft. Seine Dribblings und seine Torgefahr fehlten in den ersten fünf Spielen spürbar. Mittelfeldspieler Jens Castrop ist wieder voll dabei. Mit seiner Zweikampfstärke verkörpert er genau das, was Blessin als „eisernes Gesetz gegen den Ball“ ausgegeben hat.

Tim Kleindienst: Gladbach hofft auf den Zielspieler

In Köln fehlte vor allem eine Präsenz im Strafraum. Ohne Tim Kleindienst mangelte es an Wucht bei zweiten Bällen. Der Stürmer hat seine Knieverletzung inzwischen auskuriert und zeigte in der Vorbereitung bereits seine Treffsicherheit. Schmerzlich vermisst wurde zudem Franck Honorat, Kleindiensts wichtigster Flankengeber.

Sind beide gegen Hoffenheim und in Stuttgart wieder dabei, dürfte sich Blessins Konterspiel sofort verbessern. Mit den zurückkehrenden Führungsspielern gilt eine Wende als möglich. Gegen die TSG geht es nun zunächst darum, den drohenden Negativrekord abzuwenden und die ersten Punkte der Saison einzufahren.

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