16 garantierte Verträge, 15 Kaderplätze – die Los Angeles Lakers müssen vor dem Saisonstart noch einen Spieler abgeben. Laut NBA-Insider Jake Fischer wollen sie neben den Milwaukee Bucks und Memphis Grizzlies als einziges Team noch vor dem Auftakt einen Trade einfädeln, wie spox berichtet. Unter den Kandidaten steht ein Name, der in Los Angeles mehr ist als eine Personalie.
NBA: Lakers müssen einen Spieler abgeben – drei Kandidaten
Seit Wochen gelten Dalton Knecht, Jaden Hardy und Bronny James als mögliche Abgänge. Knecht, Erstrundenpick von 2024, wird als wahrscheinlichster Kandidat gehandelt, Hardy dürfte nach guten Ansätzen bei den Wizards und in der Preseason den größten Gegenwert bringen. Laut Fischer und Sean Deveney von Yahoo Sports gibt es aber auch Interesse an Bronny – konkrete Teams wurden nicht genannt.
Die Vorbereitung des Sohns von LeBron James liefert dafür wenig Argumente. 2,8 Punkte, 2,8 Rebounds und 3,3 Assists in 17,5 Minuten bei 27,3 Prozent aus dem Feld stehen zu Buche, beim 89:101 gegen die Warriors blieb er ohne Punkt bei vier Ballverlusten. Head Coach JJ Redick kritisierte ihn danach öffentlich: „Ich denke nicht, dass er gut gespielt hat.“
Bronny James: Redick-Kritik, aber Rückhalt in der Kabine
Zugleich verwies der Coach auf Rhythmusprobleme und viele Minuten neben G-League-Spielern, im Training arbeite Bronny gut. Auch die Konkurrenz um den Kaderplatz glänzte nicht: Knecht enttäuschte gegen Golden State mit 0 von 2 und zwei Turnovern in sechs Minuten, Hardy erzielte immerhin zehn Punkte in 15 Minuten, allerdings bei 3 von 9 Würfen. Eine Entscheidung nach Preseason-Form fällt damit schwer.
Für Bronny spricht sein Standing in der Kabine. Laut The Athletic ist er auch nach dem Wechsel seines Vaters nach Philadelphia beliebt und gilt als respektierter Arbeiter, die Franchise registrierte zudem seine deutliche Entwicklung in der Vorsaison. Ohne LeBron im Kader steht er nun erstmals allein für sich – und genau dieser Status wird im Trade-Poker zum Argument.
Lakers-Guard Bronny: Die Zahlen aus der Vorsaison sprechen für ihn
Die Zahlen aus der Vorsaison untermauern das. Bronny steigerte seine Feldwurfquote von 31,3 auf 40,9 Prozent, traf 22 von 57 Dreiern (38,6 Prozent), bestritt 15 Regular-Season-Spiele mehr und sprang nach den Verletzungen von Austin Reaves und Luka Doncic in die Bresche. 6,6 Punkte im Schnitt in den letzten fünf Spielen, dreimal zweistellig in den letzten sechs, dazu Rotationsminuten in der ersten Playoff-Runde gegen Houston.
Denkbar ist laut spox auch ein „Consolidation Trade“, bei dem zwei der drei Kandidaten gehen und im Gegenzug ein Backup-Center mit defensivem Impact kommt. Für die Lakers wäre das die elegantere Lösung: Statt einen Spieler für wenig Gegenwert abzugeben, würde der Kader an einer Stelle verstärkt, an der es ohnehin dünn besetzt ist.
Los Angeles Lakers: Entscheidung vor dem Saisonstart
Wer am Ende geht, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Abseits der Lakers beschäftigen die NBA vor dem Saisonstart weitere Themen: interne Sorgen der Nuggets um Nikola Jokic, eine schwerere Verletzung eines wichtigen Bankspielers, ein übel erwischter OKC-Rookie und De’Aaron Fox, der sich gegen Kritik nach den Finals wehrt.
In Los Angeles dürfte aber vor allem eine Frage interessieren – ob Bronny die erste Saison ohne seinen Vater überhaupt im Lakers-Trikot beginnt. Die schwache Preseason spricht gegen ihn, die Entwicklung der Vorsaison und das Standing in der Kabine dafür. Für Redick und die Front Office ist es eine Entscheidung, die über Zahlen hinausgeht.
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