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Borussia Dortmund vor Bayern: Ricken warnt vor dieser Schwäche

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Fußball heute: Vor dem Klassiker beim FC Bayern am Samstag (18:30 Uhr) schlagen die Verantwortlichen von Borussia Dortmund nachdenkliche Töne an. Der Zittersieg im Pokal gegen Werder Bremen hat Schwächen offengelegt, gleichzeitig wehrt sich die Klubführung gegen Kritik. Das berichten frühes-tor.de via onefootball.com und 90min.de.

Borussia Dortmund: Kovac unzufrieden nach dem Pokal-Zittersieg

Beim 3:2 gegen Werder verspielte der BVB im DFB-Pokal eine 2:0-Führung, weil Niclas Füllkrug zweimal für die Bremer traf. Erst Marcel Sabitzer sicherte mit einem Freistoß in der Nachspielzeit den Einzug ins Achtelfinale. Gerade die zweite Halbzeit warf vor dem Gipfeltreffen in München jedoch viele Fragen auf.

Trainer Niko Kovac analysierte den Einbruch laut Bild noch in der Kabine vor den Bossen Lars Ricken und Ole Book. Seine Botschaft: Einen solchen Kontrollverlust kann sich Dortmund beim FC Bayern nicht erlauben. „Ich bin diesbezüglich total unzufrieden“, sagte Kovac laut frühes-tor.de.

Lars Ricken: „nicht komplett euphorisch“

Auch Geschäftsführer Ricken wollte den späten Sieg nicht schönreden. „In der Kabine war es nicht komplett euphorisch“, verriet er. Vor allem der kommende Gegner bereitet ihm Respekt: „Mit Bayern, einer der besten Mannschaften der Welt, haben wir eine schwierige Aufgabe vor uns.“ Beide Teams gehen punktgleich in das Duell.

Die Lehre aus dem Pokalabend formulierte Ricken unmissverständlich. „Mit so einer zweiten Halbzeit wird es schwierig, das sollten wir uns in München nicht erlauben“, mahnte er. Gegen einen Gegner dieser Kategorie dürfte jeder Leistungsabfall deutlich härter bestraft werden als gegen Werder.

Waldemar Anton: Selbstkritik vor dem Klassiker

Selbstkritisch zeigte sich auch Innenverteidiger Waldemar Anton. „Wir verlieren unsere Struktur, machen vielleicht nicht mehr die Meter, die wichtig sind“, analysierte er. „Die zweiten Bälle gewinnen wir nicht mehr, wichtige Zweikämpfe verlieren wir.“ Damit benannte er genau jene Punkte, die gegen die Bayern über Sieg und Niederlage entscheiden können.

Während die Fans vor der Südtribüne bereits „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ sangen, nahm Anton zunächst jeden Einzelnen in die Pflicht. „Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und zusehen, dass das in den nächsten Spielen abgestellt wird“, forderte er. Die Vorfreude auf den Klassiker ist trotzdem spürbar.

BVB-Boss Cramer: „Kein Klub wird so kritisch gesehen wie wir“

Geschäftsführer Carsten Cramer (57) wehrte sich in der Sport Bild gegen die Kritik am Klub. „Wir merken auch, dass die Erwartungshaltung an uns unfassbar hoch ist, insbesondere im eigenen Umfeld. Kein Klub wird so kritisch gesehen wie wir“, sagte er laut 90min.de. Teilweise müsse man sich schon nach einem Remis entschuldigen.

Die Arbeit von Ricken, Book und Kovac in den vergangenen Monaten bezeichnete Cramer als „außergewöhnlich“. „Das wird mit einer 0:1-Niederlage bei Bodö/Glimt plötzlich komplett ignoriert. Da fehlt mir das Maß“, kritisierte er. Mit neun Siegen aus 13 Pflichtspielen steht der BVB in dieser Saison durchaus ordentlich da.

BVB News: Ricken verteidigt den Kovac-Fußball

Ricken verteidigte zudem den Spielstil, dessen Ziel er „zu hundert Prozent erfüllt“ sieht. „Wir haben diesen Anspruch, ansehnlich zu spielen. Dass wir noch Luft nach oben haben, ist auch klar“, räumte er ein. Bei rund 50 Spielen pro Saison sei es aber „gar nicht möglich, nur Hurra-Fußball zu spielen“.

Als Gradmesser dienen ihm Gespräche mit anderen Vereinsvertretern. „Die haben alle keine Lust, gegen Borussia Dortmund zu spielen“, betonte er. Genau dieses Selbstverständnis beschreibt allerdings, was viele Fans vor allem in den sozialen Medien als unattraktiven Kovac-Fußball kritisieren – darauf weist auch das Portal hin.

FC Bayern gegen BVB: Cramer verweist auf die finanzielle Kluft

Cramer verwies beim Vergleich mit den Münchnern, ähnlich wie zuvor Hans-Joachim Watzke, auf die finanzielle Kluft. Der Einstieg von Viessmann für 250 Millionen Euro zeige, „wie groß der Vorsprung der Bayern ist“. Beklagen will er sich darüber aber nicht: „Aber er hilft, die Lage in der Liga einzuordnen.“

Aufgeben will in Dortmund vor dem Duell trotzdem niemand. Für Ricken geht es nun „noch mehr um Detailarbeit“, das Ziel ist klar: „Wir wollen sie schlagen, wenn wir gegen sie spielen.“ Große Ankündigungen verkneift sich Cramer aber: „Wer laut ist, wird dadurch nicht unbedingt besser oder gar schneller zum Ziel kommen.“

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