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Sandro Wagner in Hannover: Ex-Spieler packt über Vorfälle in der Kabine aus

Hannover-Fans

Kaum hat Sandro Wagner beim Zweitligisten Hannover 96 angeheuert, holt ihn seine Vergangenheit ein. Sein früherer Augsburger Spieler Mads Pedersen erhebt schwere Vorwürfe gegen den neuen Coach. Das berichtet die Bild und beruft sich dabei auf ein Interview des dänischen Portals Bold.dk. Im Mittelpunkt steht eine Formulierung, die Wagner in Teambesprechungen gewählt haben soll.

Sandro Wagner: Ex-FCA-Profi Pedersen erhebt schwere Vorwürfe

Wiederholt soll der Trainer in diesen Runden von „Ratten in der Kabine“ gesprochen haben. „Plötzlich hielt er mich für eine Ratte, wie er es ausdrückte. Zwei Spieler wussten genau, wen er damit meinte“, schilderte der Däne. Für einen Coach, der in Hannover gerade erst einen Neuanfang wagt, sind solche Anschuldigungen eine denkbar schwere Hypothek.

Ausgelöst haben soll das Zerwürfnis laut Bild ein Testspiel im Sommer 2025. Pedersen war nach einer Verletzung zurückgekehrt und zog sich am Folgetag beim Aufwärmen einen Oberschenkelkrampf zu, woraufhin Wagner wütend geworden sei. Sein Versuch, die Situation in einem Gespräch mit dem Coach zu klären, blieb nach eigener Darstellung ohne Erfolg.

FC Augsburg: Pedersen landete in der Regionalliga-Mannschaft

Wenig später folgte die Degradierung aus dem Profikader. „Wir wurden aus der Umkleidekabine entfernt, aufgefordert, unsere Sachen zu packen und zu gehen“, beschrieb der Däne den Vorgang. Fortan musste er in der Regionalliga-Mannschaft trainieren – ein drastischer Schritt, der das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer endgültig zerstörte.

Bei den Niedersachsen überwiegt dennoch die Überzeugung von der Personalie. „Sandro Wagner hat in seinem ganzen Werdegang als Spieler und als Trainer unfassbar viel gesehen und erlebt. Sein fußballerischer Ansatz ist offensiv, intensiv und mutig mit aggressivem Pressing. Beides passt sehr gut zu uns und unserem Kader“, erklärte Sportdirektor Ralf Becker.

96-Trainer Wagner: „Tradition in einem erfolgshungrigen Umfeld“

Kämpferisch gab sich auch der neue Coach selbst. „Hannover 96 ist ein Klub mit Wucht – mit einer großen Tradition, einer sehr lebendigen Fankultur und einem erfolgshungrigen Umfeld“, sagte Wagner in der Vereinsmitteilung. Man wolle „mutig und geschlossen als Einheit agieren“. Ob ihm das gelingt, dürfte nach dem holprigen Start auch davon abhängen, wie schnell die Debatte um seine Augsburger Zeit verstummt.

Der Blick auf die Tabelle entbehrt dabei nicht einer gewissen Ironie: Während die Niedersachsen nach sechs Spielen mit sieben Punkten auf Rang zehn stehen, führt ausgerechnet Pedersen mit Hertha und 18 Zählern die Liga an.

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