Fußball heute: Hertha BSC ist mit dem 1:0 beim VfL Bochum perfekt in die Saison gestartet – doch abseits des Platzes tickt die Uhr. Bis zum Transferschluss am 1. September braucht der Klub dringend einen neuen Mittelstürmer. Ein bekanntes Gesicht könnte dabei nach Berlin zurückkehren.
Hertha BSC: Die Stürmersuche hat Priorität
Nach dem Sieg in Bochum stellte Trainer Stefan Leitl noch einmal unmissverständlich klar, dass ein Mittelstürmer und ein linker Außenverteidiger ganz oben auf der Wunschliste stehen. Daran ändert auch der sehenswerte Lupfer von Sebastian Grönning zum 1:0 nichts, wie der Berliner Kurier berichtet.
Bei der Kandidatensuche haben die Berliner ihre Strategie geändert. Zunächst standen mit dem Schweden Gustaf Nilsson und dem Argentinier Alexis Cuello Profis aus dem Ausland im Fokus, inzwischen richtet sich der Blick verstärkt auf den deutschen Markt – auch auf Bundesligisten. „Der Markt springt jetzt erst richtig an“, erklärte Geschäftsführer Dr. Peter Görlich. Die Klubs kämen aus den Trainingslagern, man wisse bereits, wer interessant sein könnte, und sei „im Rahmen unserer Möglichkeiten“ handlungsfähig.
Das Geld als limitierender Faktor
Genau diese Möglichkeiten sind das Kernproblem. Selbst bei einer Leihe muss das Gehalt des Angreifers gestemmt werden, und Topverdiener kann sich Hertha nicht mehr leisten. Dasselbe gilt für den dringend gesuchten linken Außenverteidiger.
Die Torhütersuche pausiert derweil. Aus dem möglichen Zugang von Nikolas Polster wird nichts: Der Keeper des Wolfsberger AC schloss sich stattdessen für zwei Millionen Euro dem niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen an. Ob Florian Kastenmeier aus Düsseldorf noch verpflichtet wird, ist offen.
Kehrt Ngankam zu seinem Ausbildungsklub zurück?
Ein Name sorgt nun für besondere Aufmerksamkeit: Jessic Ngankam. Wie die Berliner Zeitung berichtet und fussballtransfers aufgreift, könnte der 26-jährige Stürmer zu seinem Ausbildungsklub zurückkehren – einen Wechsel in seine Heimatstadt Berlin könne er sich gut vorstellen. Bei Eintracht Frankfurt wurde der frühere DFB-Junior aussortiert, zuletzt zog er sich zudem eine Verletzung zu und dürfte noch einige Wochen ausfallen.
Das passt eigentlich nicht zur Suche nach einer Sofortverstärkung. Für eine mögliche Leihe spricht aus Berliner Sicht aber, dass Leitl ein großer Fan des bulligen Angreifers ist – die beiden arbeiteten bereits bei Greuther Fürth und Hannover 96 zusammen.
Auch auf der Abgangsseite bleibt es spannend
Bewegung könnte es zudem bei den Abgängen geben. Innenverteidiger Linus Gechter gilt weiterhin als heißer Kandidat bei Como 1907, doch Leitl will den 22-Jährigen unbedingt halten. Bei Mittelfeldspieler Leon Jensen deutet dagegen vieles auf einen Abschied nach nur einem Jahr hin – zuletzt kam er nur noch in der U23 zum Einsatz. Jensen war im Sommer 2025 vom Karlsruher SC gekommen.
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