Fußball heute: Bei Werder Bremen liegen vor dem „Abstiegs-Endspiel“ gegen den FC St. Pauli am Sonntag die Nerven blank. Seit zwölf Partien warten die Hanseaten auf einen dreifachen Punktgewinn – eine Durststrecke, die den Verein bis auf den 16. Tabellenplatz hat durchreichen lassen. Trainer Daniel Thioune setzt im Vorfeld der Partie nun auf eine Mischung aus taktischer Feinarbeit und emotionalen Reizen in der Kabine.
Erinnerungen an bessere Zeiten: Das Wolfsburg-Foto
Um die Blockade in den Köpfen seiner Spieler zu lösen, griff Thioune zu einer besonderen Motivationsmaßnahme. Laut BILD präsentierte er der Mannschaft in der Kabine ein Bild vom jubelnden Team nach dem dramatischen Last-Minute-Sieg gegen Wolfsburg im vergangenen November. Jenes Erfolgserlebnis liegt am Sonntag exakt 107 Tage zurück und soll den Profis vor Augen führen, zu welcher emotionalen Wucht sie fähig sind.
Das Hauptproblem bleibt jedoch die harmlose Offensive: Mit nur vier erzielten Treffern im Kalenderjahr 2026 ist Werder derzeit das harmloseste Team der Liga. Thioune betonte, man habe im Training intensiv in Räumen unter Druck gearbeitet, um die Abschlussqualität zu erhöhen. Trotz der prekären Lage bemüht sich der Coach um Sachlichkeit: Die Tabelle werde erst am 34. Spieltag abgerechnet, bis dahin bleibe es für alle Teams im Keller ein anspruchsvoller Weg.
Vom Abstellgleis in die Verantwortung: Leo Bittencourt ist zurück
Personell bahnt sich eine überraschende Wende an. Leonardo Bittencourt, der unter Ex-Trainer Horst Steffen komplett aussortiert worden war und zeitweise nicht einmal mehr zum Kader gehörte, rückt plötzlich wieder in den Fokus. Thioune lobte die Trainingswoche des 32-jährigen Routiniers und bezeichnete ihn explizit als jemanden, von dem er nun erwartet, dass er „vorweggeht“. Mit der Erfahrung aus fast 300 Bundesliga-Spielen soll Bittencourt die nötige Stabilität in das verunsicherte Mittelfeld bringen.
Neben dem Rückkehrer nimmt Thioune vor allem das österreichische Trio um Kapitän Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll in die Pflicht. Diese Spieler hätten den Anspruch, bei der kommenden Weltmeisterschaft dabei zu sein, und müssten diesen nun auch im Abstiegskampf untermauern. Bitter für Werder: Das 18-jährige Offensiv-Juwel Karim Coulibaly fällt aufgrund einer Oberschenkelverletzung definitiv aus, während Leistungsträger wie Mitchell Weiser das Team derzeit nur „aus dem Off“ unterstützen können.
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