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Werder Bremen: Diese Füllkrug-Statistik gibt es sonst nirgends in Europa

Werder-Bremen-Fans Marvin Ducksch

Fußball heute: Zwölf der 22 Pflichtspieltore von Werder Bremen in dieser Saison gehen auf das Konto von Niclas Füllkrug – das entspricht 55 Prozent. Diese bemerkenswerte Quote rechnet OptaFranz vor. Für die Bremer ist der Angreifer damit weit mehr als nur ein verlässlicher Torschütze, er ist die Lebensversicherung der gesamten Offensive.

Werder Bremen: Füllkrug erzielt mehr als die Hälfte aller Tore

Mit diesem Wert steht er europaweit an der Spitze. Kein Spieler aus den fünf großen Ligen hat demnach einen größeren Anteil an den Treffern seines Teams. Die Statistiker bezeichnen Füllkrugs Bedeutung für Werder deshalb augenzwinkernd als „Lovestory“. Für den Klub ist dieser Spitzenwert Kompliment und Warnsignal zugleich.

Die Kehrseite dieser Zahl ist ebenso deutlich. Der restliche Kader kommt in dieser Saison zusammen lediglich auf zehn Pflichtspieltore – also weniger als der Torjäger allein. Für Werder bedeutet das eine enorme Abhängigkeit, denn fällt der Angreifer aus oder trifft nicht, fehlt der Mannschaft offensiv ihr wichtigstes Werkzeug.

Niclas Füllkrug: Alle 72 Minuten ein Tor im DFB-Trikot

Ähnlich beeindruckend liest sich seine Bilanz in der Nationalmannschaft. Kein deutscher Nationalspieler war in diesem Jahrtausend treffsicherer als Füllkrug, der im Schnitt alle 72 Minuten ein Tor erzielt. Rechnerisch ergibt das mehr als einen Treffer pro voller Spielzeit. So liefert er im Verein wie im DFB-Team konstant das, wofür ein Stürmer geholt wird: Tore.

Noch klarer wird das Bild mit Blick auf die Konkurrenz. Unter allen Spielern, die seit dem Jahr 2000 mindestens 1.000 Minuten für Deutschland auf dem Platz standen, brauchte niemand weniger Zeit pro Treffer. Füllkrug übertrifft damit jeden, der in diesem Zeitraum auf diese Einsatzzeit kam – und das über mehr als ein Vierteljahrhundert hinweg.

Werder-Stürmer Füllkrug: Ein Name als Programm

Passend dazu greifen die Statistiker auch hier zu einem Wortspiel. Mit Blick auf seinen Namen nennen sie den Angreifer einen „Lückenfüller“ – allerdings im besten Sinne. Denn wann immer es im DFB-Team an Toren mangelt, schließt der Bremer diese Lücke mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit. Kaum ein Begriff könnte seine Rolle treffender beschreiben.

Ob in Bremen oder für Deutschland, die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Füllkrug ist der Spieler, an dem bei Werder die Offensive hängt und der im Nationalteam eine historische Quote vorweisen kann. Für den Klub bleibt die zentrale Aufgabe, die Last künftig auf mehr Schultern zu verteilen – zehn Tore vom Rest des Kaders sind dafür bislang zu wenig.

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